Employer Branding (Handlungsempfehlung)

Die wahrgenommene Attraktivität als Arbeitgeber ist wesentlicher Faktor für die Entscheidung von Fachkräften, sich in Ihrem Unternehmen zu bewerben...

Quelle: BMWi

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Arbeitgebermarke stärken (Employer Branding). Arbeitgebermarke auf einen Blick. Checkliste zur Identifizierung von Handlungsbedarf im Unternehmen. Ausgangssituation analysieren. Kernbotschaften entwickeln. Arbeitgebermarke einführen und etablieren. Arbeitgebermarke intern kommunizieren. Arbeitgebermarke extern kommunizieren. Die Talentsuche wird schwieriger. Zeiten, in denen Unternehmen problemlos Fach- und Führungskräfte gefunden und waschkörbeweise Bewerbungen für Ausbildungsplätze erhalten haben, gehören der Vergangenheit an. Ob demografische Entwicklung oder Digitalisierung - um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen beständig neue Wege gehen. Sie müssen nicht nur mit ihren Produkten und Dienstleistungen überzeugen, sondern auch als Arbeitgeber herausstechen. Der Arbeitgebermarkt wird zum Arbeitnehmermarkt: Früher war es für potenzielle Mitarbeiter schwerer, sich erfolgreich bei Unternehmen zu bewerben. Inzwischen sind es die Unternehmen, die sich für potenzielle Bewerber attraktiver machen müssen. Die Frage, ob der Aufbau einer überzeugenden Arbeitgebermarke wirklich notwendig ist, stellt sich daher nicht - es geht lediglich um das wie. Die Stärkung der eigenen Arbeitgebermarke/Employer Branding ist die Grundlage, um sich als attraktiver Arbeitgeber positiv zu profilieren, hat zum Ziel, das eigene Unternehmen als begehrte Marke zu etablieren, die potenzielle Bewerber anzieht und Mitarbeiter des Unternehmens nachhaltig an sich bindet, sollte eine langfristig orientierte Strategie verfolgen, ist ein laufender Prozess zur Schärfung des eigenen Profils, wirkt erst dann authentisch nach außen, wenn die Markenidentität auch nach innen vermittelt wird. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) konkurrieren mit großen Unternehmen um die passenden Bewerber. Viele KMU berichten, dass sie es schwerer haben, dabei zu punkten. Begründet wird dies häufig mit der mangelnden Wahrnehmung, Bekanntheit und Präsenz von KMU in der Öffentlichkeit. Gerade für sie ist es aber von zentraler Bedeutung, wahrgenommen zu werden und als besonders attraktiver Arbeitgeber in Erscheinung zu treten. Dabei können KMU gegenüber großen Unternehmen auch punkten, denn sie haben einen individuellen Blick auf ihre Belegschaft und zeichnen sich häufig durch eine größere Flexibilität aus. Wenn Sie Ihr Unternehmen durch positive Merkmale besonders hervorheben, können Sie damit Ihre Rolle als attraktiver Arbeitgeber herausstellen. Größerer Bewerberpool: Durch eine höhere Attrakti vität als Arbeitgeber erhalten Sie eine größere Anzahl an Bewerbungen von qualifizierten Fachkräften. Erhöhte Passgenauigkeit: Durch eine nach außen kommunizierte Arbeitgebermarke bewerben sich vor allem Kandidatinnen und Kandidaten, die die in Ihrem Unternehmen gelebten Wertvorstellungen teilen. Das Risiko von Fehlbesetzungen nimmt ab. Verbessertes Betriebsklima: Durch ein erfolgreiches Employer Branding identifizieren sich Ihre Mitarbeiter stärker mit Ihrem Unternehmen, wodurch Zufriedenheit und Motivation steigen und die Bindung wächst. Steigerung der Arbeitsproduktivität: Eine höhere Motivation Ihrer Mitarbeiter reduziert Konflikte und Reibungsverluste im Team. Das wiederum kann die Arbeitsproduktivität positiv beeinflussen. Kostensenkung: Eine verbesserte Personalauswahl, eine höhere Passgenauigkeit der Bewerberinnen und Bewerber und eine geringere Fluktuation im Unternehmen führen mittelfristig zu sinkenden Personalkosten. Verbessertes Unternehmensimage: Eine nach außen hin präsente Marke als kompetenter Arbeitgeber wird Ihr allgemeines Unternehmensimage sowohl bei Kundinnen und Kunden als auch bei Geschäftspartnerinnen und -partnern positiv beeinflussen. Erhöhter Bekanntheitsgrad: Mit einem höheren Bekanntheitsgrad, beispielsweise durch gelungene Pressearbeit, verbessern Sie Ihre Marktpräsenz als Arbeitgeber aber auch als Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen und verstärken Ihre Wahrnehmung in der Region und in Fachkreisen. Employer Branding, also Aufbau, Pflege und Stärkung Ihrer Arbeitgebermarke, sollte als strategisch relevanter Prozess langfristig angelegt sein, systematisch von innen nach außen entwickelt und fortlaufend gepflegt werden. Insbesondere der Geschäftsführung und den Führungskräf ten kommt hierbei als Multiplikator der Unternehmenswerte und -identität eine Schlüsselrolle zu. Im Idealfall macht die Geschäftsführung das Thema zu ihrem persönlichen Anliegen. Die für die Einführung und Pflege einer Arbeitgebermarke erforderlichen finanziellen und personellen Ressourcen sollten sichergestellt werden. Da es sich beim Employer Branding um einen langfristig angelegten Prozess handelt, sind realistische Erwartungshaltungen, Geduld und Beharrlichkeit wichtige Voraussetzungen...