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Mein Recht bei Arbeitsunfall und Berufskrankheiten*

Publikation

Kurzinfo

Titel der Publikation

Mein Recht bei Arbeitsunfall und Berufskrankheiten

Quelle

IG Metall

Kurzbeschreibung

Oft sind Arbeitnehmer unsicher, wie sie sich verhalten sollen, wenn ein Arbeitsunfall passiert ist oder der Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit besteht. Doch die ersten Schritte sind oft entscheidend und nehmen erheblichen Einfluss auf die spätere Entscheidung der BG...

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Textauszug

Mein Recht bei Arbeitsunfall und Berufskrankheiten In vielen Berufen gibt es Gefahrensituationen, aus denen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten resultieren können. Zur Vermeidung gesundheitlicher Gefahren im Arbeitsleben tragen Arbeitgeber und Berufsgenossenschaft (BG) gemeinsam Verantwortung. Für die Rehabilitation und den Ausgleich von erlittenen Unfall- oder Krankheitsfolgen ist die gesetzliche Unfallversicherung zuständig. Oft sind Arbeitnehmer unsicher, wie sie sich verhalten sollen, wenn ein Arbeitsunfall passiert ist oder der Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit besteht. Doch die ersten Schritte sind oft entscheidend und nehmen erheblichen Einfluss auf die spätere Entscheidung der BG. Mit dieser Ausgabe von ''Mein Recht '' wollen wir daher über das Thema informieren und wichtige Praxistipps an die Hand geben. Arbeitsunfall und Berufskrankheit: Was ist das? Im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung definiert § 8 SGB VII den Arbeitsunfall. Ein Unfall ist ein von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis, das zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führt. Ein Arbeitsunfall liegt dann vor, wenn dieses Ereignis bei der Ausübung einer versicherten Tätigkeit eintritt, wenn der Unfall also im Wesentlichen die Folge der Berufsausübung oder Ausübung einer sonstigen versicherten Tätigkeit ist. Liegt ein Arbeitsunfall vor, können Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung beansprucht werden. Berufskrankheiten (BK) sind in § 9 SGB VII geregelt. Es wird berücksichtigt, dass mit der Ausübung verschiedener Berufe erhöhte Gesundheitsrisiken verbunden sind, die zu bestimmten Krankheiten führen können. Es ist stets zwischen berufsunabhängiger und berufsbedingter Schädigung zu unterscheiden. Für eine Berufskrankheit ist eine längere Einwirkungszeit spezieller schädigender Einflüsse bei der versicherten Tätigkeit erforderlich. Generell können nur solche Erkrankungen anerkannt werden, die entweder in der bestehenden Berufskrankheiten-Verordnung aufgeführt sind oder nach herrschendem wirtschaftlichem Erkenntnisstand dort künftig aufzunehmen sind. Bei vielen Krankheitsbildern wird als Voraussetzung zur Anerkennung als Berufskrankheit zusätzlich verlangt, dass die schädigende Tätigkeit aufgegeben wird. Sobald ein Arbeits- oder Wegeunfall eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Kalendertagen zur Folge hat, muss der Arbeitgeber oder der behandelnde Arzt den Unfall bei der Berufsgenossenschaft melden. Wenn der Verdacht auf eine Berufskrankheit besteht, muss dies ebenfalls vom Arbeitgeber oder Arzt gemeldet werden. Man kann aber auch selbst den Antrag bei der BG stellen. Der Arbeitgeber muss den Betriebsrat von der Anzeige in Kenntnis setzen, sowie die Sicherheitsfachkraft informieren. Versicherte, für die eine Anzeige erstattet wird, sollten von der Anzeige eine Kopie verlangen (§193 Abs. 4 S. 2 SGB VII). Nach Eingang der Meldung nimmt der Unfallversicherungsträger Kontakt mit dem Versicherten auf, um den gesamten Sachverhalt zu ermitteln. Dabei werden die Krankengeschichte und die Arbeitsvorgeschichte geklärt. Eine Arbeitsplatzbesichtigung und Messungen von Belastungen am Arbeitsplatz sind oft bei der Klärung des Vorliegens einer Berufskrankheit notwendig. Bei einem Arbeitsunfall wird der Unfall meist vom sogenannten Durchgangsarzt (D-Arzt) aufgenommen. Durchgangsärzte haben eine besondere fachliche Qualifikation auf dem Gebiet der Unfallchirurgie und verfügen über eine besondere Zulassung durch die BGen. Die BG prüft dann den Ursachenzusammenhang. Hier werden oft fachärztliche Gutachten durch einen unabhängigen Sachverständigen eingeholt. Die BG muss den Versicherten mehrere (meist drei) Gutachter zur Auswahl geben...

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