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Varianten des Sabbaticals*

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Varianten des Sabbaticals

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Während das klassische Sabbatical-Modell dadurch geprägt ist, dass der Arbeitnehmer Überstunden und andere Leistungen auf dem Langzeitkonto ansammeln kann...

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Textauszug

Sabbatical - Reduzierung der Arbeitszeit Besonders verbreitet ist das Sabbatical-Modell, bei dem das Ansparen der Zeitelemente durch die Umwandlung des Vollzeitarbeitsverhältnisses des Arbeitnehmers in ein Teilzeitarbeitsverhältnis gewährleistet wird. Auf diese Weise wird dem Arbeitnehmer die Möglichkeit eröffnet, durch Leistung von Mehrarbeit sein Arbeitszeitkonto für die anschließende Freistellungsphase besonders effektiv aufzufüllen. Dabei vollzieht sich die Erwirtschaftung des Zeitguthabens auf der Grundlage der Differenzierung zwischen dem Einkommen während der Teilzeitbeschäftigung und der tatsächlich erbrachten Arbeitsleistung. Beispiel: Die Vertragsparteien reduzieren die vertragliche Arbeitszeit des Arbeitnehmers von 40 Wochenstunden auf 30 Wochenstunden. Parallel bietet der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer an, bis zu zehn Stunden zusätzlich pro Woche zu leisten, um diese ansparen zu können. Sabbatical - Lohnverzicht des Arbeitnehmers Während das klassische Sabbatical-Modell dadurch geprägt ist, dass der Arbeitnehmer Überstunden und andere Leistungen auf dem Langzeitkonto ansammeln kann, besteht daneben auch die Möglichkeit, das Arbeitszeitkonto mit Teilen der Gehaltsbezüge des Arbeitnehmers aufzufüllen. Beispiel: Dem Arbeitnehmer wird, abhängig von der Dauer der Freistellungsphase, sein Jahresgehalt pro Sabbatical-Monat um jeweils 1/12 gekürzt. Vor- und Nacharbeiten bleiben in diesem Modell unberücksichtigt. Die Freistellungszeit wird dabei in der Regel auf bis zu sechs Monate begrenzt. Sabbatical - ''Time Out'' oder ''Flex Leave'' Sabbaticals können auch in unternehmerischen Krisenzeiten eingesetzt werden, beispielsweise um auftragsschwache Zeiten zu überwinden. In diesem Fall handelt es sich um eine auch konjunkturell bedingte Auszeit des Arbeitnehmers, in der er für einen begrenzten Zeitraum von seiner Arbeitspflicht befreit wird, aber trotzdem einen bestimmten Prozentsatz seines Einkommens ausgezahlt bekommt. Die Besonderheit dieses Beschäftigungsmodells liegt neben der konjunkturbedingten Freistellung des Arbeitnehmers darin, dass sich auch der Arbeitgeber in größerem Maße an der Finanzierung des Sabbaticals zu beteiligen hat. Der Arbeitgeber senkt seine Kosten während der auftragsschwachen Phase und kann anschließend auf eingearbeitete, erholte und motivierte Mitarbeiter zurückgreifen. Beispiel: Der Arbeitgeber befreit den Arbeitnehmer für drei Monate von seiner Arbeitspflicht und zahlt in dieser Zeit lediglich 20 Prozent der üblichen Bruttovergütung. Sabbatical - Vorgezogener Ruhestand Eine besondere Form des Sabbaticals ist die Kombination des Langzeiturlaubs mit dem Zeitpunkt des Eintritts in den Ruhestand, die auf ein vorzeitiges Ausscheiden des Arbeitnehmers aus dem Erwerbsleben abzielt. Charakteristisch für dieses Sabbatical-Modell ist, dass der Inhalt des Zeitkontos nicht lediglich für eine längere Freistellung benutzt wird, nach welcher der Arbeitnehmer wieder auf seinen Arbeitsplatz zurückkehrt. Vielmehr erfolgt die Ausschöpfung des Zeitkontos unmittelbar vor dem Zeitpunkt, in welchem der Arbeitnehmer altersbedingt ohnehin aus dem Arbeitsverhältnis ausscheiden würde, so dass es faktisch zu einem gleitenden Übergang in den Ruhestand kommt. Damit wird dem Arbeitnehmer ein früherer Ausstieg aus dem Erwerbsleben unter Beibehaltung seiner Bezüge ermöglicht. Erwähnt sei in diesem Zusammenhang, dass auch die Regelungen über das sogenannte Blockmodell beim Altersteilzeitverhältnis im Ergebnis auf einen vorzeitigen, gleitenden Übergang in den altersbedingten Ruhestand gerichtet sind. Sabbatical - Zeitwertpapiere Auch als Variante der Sabbaticals wird teilweise das Flexibilisierungsmodell in Gestalt der Zeitwertpapiere angesehen. Unter einem Zeitwertpapier versteht man ein Langzeitkonto, das mit einem Fondsparmodell gekoppelt wird und ebenfalls zur Gestaltung der Lebensarbeitszeit dient. Der Arbeitnehmer kann sein Zeitkonto mit Überstunden etc. auffüllen, deren Wert der Arbeitgeber in spezielle Investmentfonds anlegt und verzinst. Das auf dem Langzeitkonto angesparte Guthaben kann dann bei ausreichendem Volumen zur Freistellung von der Arbeitspflicht verwendet werden. Es gibt dabei aber auch solche Untermodelle, die es zur Bedingung machen, dass die Freistellungsphase unmittelbar zu einem gleitenden Übergang in den Altersruhestand führt...

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