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Corona-Auszeit für Familien

Neuigkeit

Titel

Corona-Auszeit für Familien

Quelle

BMFSFJ

Datum der Aktualisierung

10.10.2022

Info

Die ''Corona-Auszeit für Familien'' ermöglicht berechtigten Familien, einen vergünstigten Familienurlaub in einer gemeinnützigen Familienferienstätte oder einer weiteren für Familienerholung geeigneten gemeinnützigen Einrichtung in Deutschland zu buchen.

Der Aufenthalt ist bis zu einer Woche lang möglich.

Die Familien selbst müssen nur etwa zehn Prozent der Übernachtungs- und Verpflegungskosten an die Familienerholungseinrichtung zahlen. Die übrigen rund 90 Prozent übernimmt der Bund.

Der Aufenthalt in der Familienerholungseinrichtung umfasst auch die Möglichkeit, an (freizeit-)pädagogischen Angeboten für die ganze Familie teilzunehmen.

Welche Familien können die vergünstigte Familienferienzeit in Anspruch nehmen?

Es gibt zwei Grundvoraussetzungen:

Außerdem müssen die Familien eines der drei folgenden Kriterien erfüllen:

Wie lange können die vergünstigten Aufenthalte dauern?

Der Aufenthalt im Rahmen der Maßnahme kann bis zu sieben zusammenhängende Übernachtungen dauern. Für diesen Zeitraum kann auch die Verpflegung in Anspruch genommen werden, wenn diese in der Unterkunft angeboten wird. Eine Mindestdauer für den Aufenthalt gibt es nicht.

In welchem Zeitraum können die vergünstigten Aufenthalte stattfinden?

Bis zum 31. Dezember 2022 können Familien frei wählen, wann sie den Familienurlaub wahrnehmen möchten. Der vergünstigte Aufenthalt kann in den Ferien und außerhalb der Ferien gebucht werden. Ob der gewünschte Zeitraum verfügbar ist, hängt davon ab, ob in der gewünschten Unterkunft Plätze frei sind.

Sollte in einer Unterkunft eine Buchung zum Wunschtermin nicht möglich sein, können ein anderer Termin oder eine andere Unterkunft angefragt werden.

Zudem kann der Verband der Kolpinghäuser e.V. als zentraler Ansprechpartner kontaktiert werden (Kostenfreier Anruf bei der Telefonnummer 0800 866 11 59).

Wie oft können Familien die ''Corona-Auszeit für Familien'' in Anspruch nehmen?

Familien können die Vergünstigung 2022 einmal in Anspruch nehmen. Eine zweite Inanspruchnahme ist auch dann nicht möglich, wenn der Aufenthalt kürzer als eine Woche war.

Bei der verbindlichen Reservierung oder Buchung geben die Familien der Familienerholungseinrichtung gegenüber eine Selbstauskunft ab, dass sie die Vergünstigung 2022 nur einmal in Anspruch nehmen.

Die Familienerholungseinrichtungen erfassen den vollständigen Namen der anreisenden Eltern oder Elternteile sowie die Postleitzahl ihres Hauptwohnsitzes, um diese Angaben gegebenenfalls stichprobenartig zu prüfen.

Die Daten werden dem Verband der Kolpinghäuser e.V. als zentralverantwortliche Stelle für die Umsetzung der ''Corona-Auszeit für Familien'' und der Bewilligungsbehörde, dem Bundesverwaltungsamt, zur Verfügung gestellt.

Die erforderlichen datenschutzrechtlichen Einwilligungen der Familien sind mit dem Corona-Auszeit-Formular durch die Familienerholungseinrichtungen einzuholen.

Auch Familien, die die Corona-Auszeit bereits 2021 genutzt haben, können die vergünstigte Familienferienzeit 2022 noch einmal in Anspruch nehmen.

Können auch Alleinerziehende, Stiefeltern, Pflegeeltern, Patchworkfamilien die Familienferienzeiten nutzen?

Alle Familienformen, die die Voraussetzungen erfüllen, können eine vergünstigte Familienferienzeit in Anspruch nehmen. Also auch Alleinerziehende, Stiefeltern und weitere Familien mit ihren Kindern, für die ein Kindergeldanspruch besteht.

Müssen immer beide Elternteile anreisen?

Es reicht aus, wenn nur ein Elternteil mit mindestens einem minderjährigen Kind oder mit einem Kind mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 (hier gilt keine Altersbeschränkung) anreist.

Für die Kinder muss in jedem Fall ein Anspruch auf Kindergeld bestehen. Der Kindergeldbezug muss durch entsprechende Unterlagen belegt werden.

Müssen Familien die Verpflegung der Unterkunft in Anspruch nehmen?

Nein, Familien müssen die Verpflegung der Unterkunft nicht in Anspruch nehmen. Eine Auszahlung von Mitteln für eventuell nicht in Anspruch genommene Verpflegung an die Familien ist aber nicht möglich.

Was müssen die Familien selbst finanzieren?

Familien müssen einen Eigenanteil von zehn Prozent für die Übernachtungs- und Verpflegungskosten bezahlen. Auch die weiteren Kosten ihrer Reise übernehmen Familien selbst. Dazu zählen zum Beispiel:

Können Familien gleichzeitig mit der ''Corona-Auszeit'' andere Förderungen in Anspruch nehmen?

Nein. Wenn etwa die Länder für denselben Aufenthaltszeitraum dieselben zuwendungsfähigen Ausgaben, also die Kosten für Unterkunft und Verpflegung, fördern, ist eine Vergünstigung im Rahmen der Maßnahme ''Corona-Auszeit für Familien'' ausgeschlossen.

Aber: Finanziert der Bund im Rahmen der Maßnahme ''Corona-Auszeit für Familien'' einen Aufenthalt in einer Unterkunft, kann in der gleichen Unterkunft eine weitere Erholungswoche angehängt werden, die vom Land oder einer anderen Stelle gefördert wird. Dabei müssen zwei gesonderte Rechnungen ausgestellt werden.

Können alle Mitreisenden die Vergünstigung in Anspruch nehmen?

Nur Familienmitglieder, die die Voraussetzungen erfüllen, können die vergünstigte Familienferienzeit in Anspruch nehmen. Weitere Mitreisende wie Freunde oder Verwandte zahlen den regulären Preis vor Ort. Es müssen zwei gesonderte Rechnungen ausgestellt werden.

Ist es möglich, die Vergünstigung für einen Aufenthalt von Großeltern, Eltern und Kindern zu erhalten?

Die Großeltern können natürlich mitreisen, sie können aber keinen vergünstigten Aufenthalt im Rahmen der Maßnahme ''Corona-Auszeit für Familien'' in Anspruch nehmen.

Unabhängig von der Maßnahme ''Corona-Auszeit für Familien'' können Großeltern in den Familienerholungseinrichtungen gegebenenfalls eine Ermäßigung erhalten, zum Beispiel wenn sie über 75 Jahre alt sind. Einzelheiten sind direkt mit den Häusern zu klären.

Ist es möglich, die vergünstigte Familienferienzeit über den Jahreswechsel 2022/2023 in Anspruch zu nehmen?

Es kann nur der Aufenthalt bis 31. Dezember 2022 gefördert werden, das heißt Kosten, die erst danach anfallen sind nicht mehr förderfähig.

Diese Kosten müssten die Familien selbst tragen, die Einrichtung müsste entsprechend zwei getrennte Rechnungen ausstellen.

Haben Familien einen Anspruch auf die vergünstigte Familienferienzeit?

Nein, es gibt keinen Rechtsanspruch. Es stehen begrenzte Fördermittel zur Verfügung. Die Familienerholungseinrichtungen entscheiden im Zuge der ihnen zur Verfügung gestellten Fördermittel und freier Plätze über die vergünstigten Aufenthalte.

Sollte in einer Unterkunft eine Buchung nicht möglich sein, kann eine andere Unterkunft, die ebenfalls vergünstigte Familienferienzeiten anbietet, angefragt werden.

Zudem kann der Verband der Kolpinghäuser e.V. als zentraler Ansprechpartner kontaktiert werden (Kostenfreier Anruf bei der Telefonnummer 0800 866 11 59).

Können Kinder von der Schule freigestellt oder beurlaubt werden?

Die Maßnahme ''Corona-Auszeit für Familien'' sieht keine Freistellung oder Beurlaubung von der Schulpflicht vor. Grundsätzlich liegt die Entscheidung dazu im Ermessen der jeweiligen Schule.

Auch zur Inanspruchnahme von Sonderurlaub oder von zusätzlichen Urlaubstagen sieht die Maßnahme ''Corona-Auszeit für Familien'' keine Regelungen vor.

Wo buchen die Familien ihren Aufenthalt?

Familien müssen zuerst Kontakt zu einer Familienerholungseinrichtung aufnehmen, in der im Rahmen der Maßnahme ''Corona-Auszeit für Familien'' vergünstigte Familienurlaube möglich sind.

Eine mögliche Buchung erfolgt dann direkt in der Unterkunft, wenn dort freie Plätze vorhanden sind und die Berechtigung der Familien festgestellt wurde.

Wie hoch darf das Einkommen der Familien sein?

Die Einkommens- und Vermögensgrenze orientiert sich an Paragraph 53 Nr. 2 Abgabenordnung. Danach darf eine gewisse Bruttoeinkommensgrenze nicht überschritten werden.

Bei der Berechnung der Einkommensgrenze sind sämtliche Einkommensarten aller im Haushalt lebenden Personen zu berücksichtigen (also auch der Personen, die gegebenenfalls nicht mit in die vergünstigte Familienferienzeit fahren).

Familien, die Sozialleistungen beziehen (Wohngeld, Kinderzuschlag, Arbeitslosengeld II, Grundsicherung bei Erwerbsminderung) müssen nur die Bescheide als Nachweise über den Bezug dieser Leistungen in Kopie vorlegen. Das Einkommen muss darüber hinaus nicht ermittelt werden.

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