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Homeoffice-Pauschale

Neuigkeit

Titel

Homeoffice-Pauschale

Quelle

Deutsche Handwerks Zeitung u.a.

Datum der Aktualisierung

03.05.2022

Info

Die Homeoffice-Pauschale ist eine befristete Steuererleichterung in der Corona-Pandemie.

Arbeitnehmer und Unternehmer, die an einem Tag ausschließlich zu Hause arbeiten, dürfen für solche Tage jeweils fünf Euro, maximal 600 Euro im Jahr, als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben geltend machen.

Nachweise dafür, dass aufgrund der Arbeit zu Hause Mehrkosten entstanden sind, müssen nicht erbracht werden.

Wann kann man die Homeoffice-Pauschale nutzen?

Die Homeoffice-Pauschale kann zum einen steuersparend berücksichtigt werden, wenn ein Arbeitnehmer oder ein Unternehmer zu Hause kein häusliches Arbeitszimmer nutzt, sondern nur eine Arbeitsecke oder den Küchen- oder Wohnzimmertisch.

Andererseits ist der Abzug der Homeoffice-Pauschale auch erlaubt, wenn zu Hause zwar ein häusliches Arbeitszimmer genutzt wird, die abziehbaren Kosten jedoch unter 600 Euro liegen. Dann muss der Arbeitnehmer bzw. Unternehmer aber klar machen, dass die Homeoffice-Pauschale abgezogen werden soll.

Dasselbe gilt, wenn ein häusliches Arbeitszimmer genutzt wird, der Steuerzahler aber keine Lust dazu hat, die Belege zu suchen und die anteiligen, steuerlich absetzbaren Arbeitszimmerkosten zu ermitteln.

Welche Kosten sind neben der Homeoffice-Pauschale absetzbar?

Abziehbar sind auch die Kosten für berufliche Telefonate, die vom privaten Telefonanschluss geführt werden. Wer keine Aufzeichnungen führt, dürfte 20 Prozent der Telefonrechnung, maximal 20 Euro im Monat als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben abziehen dürfen.

Daneben sind zusätzlich auch die Kosten für Arbeitsmittel für die Arbeiten im Homeoffice steuerlich absetzbar. Gemeint sind Kosten für den Kauf eines Schreibtisches, eines Bürostuhls, eines Regals oder eines Laptops.

Mehrere Personen arbeiten zu Hause: Steht die Pauschale jedem Steuerzahler zu?

Mit dem Werbungskosten- bzw. Betriebsausgabenabzug der Homeoffice-Pauschale sollen die Mehrkosten für die Arbeit zu Hause wie Strom-, Wasser- und Heizkosten abgegolten werden.

Trotzdem ist es zulässig, dass die Homeoffice-Pauschale von jedem Familienmitglied, das zu Hause arbeitet, bis zum Betrag von 600 Euro abgezogen werden darf.

Wie sieht es mit der Homeoffice-Pauschale bei mehreren Tätigkeiten aus?

Übt ein Steuerzahler mehrere steuerpflichtige Tätigkeiten aus, gibt es die Homeoffice-Pauschale von bis zu 600 Euro leider nur einmal im Jahr und nicht für jede einzelne Einkunftsart.

Wie wird die Homeoffice-Pauschale berechnet?

Mit der Homeoffice-Pauschale dürfen pro Arbeitstag in den heimischen vier Wänden fünf Euro von der Steuer abgesetzt werden. Die Pauschale ist aber auf höchstens 600 Euro im Jahr begrenzt. Das entspricht 120 Arbeitstagen (120 x 5 = 600).

Wer nur 100 Tage zu Hause gearbeitet hat, darf nur 500 Euro abziehen. Wer mehr als 120 Tage zu Hause gearbeitet hat, darf trotzdem nicht mehr als 600 Euro absetzen.

Homeoffice-Pauschale hilft nicht jedem

Arbeitnehmer/innen profitieren nur von der Homeoffice-Pauschale, wenn sie mit ihren Werbungskosten alleine, zum Beispiel weil Sie einen längeren Arbeitsweg haben, oder mit anderen beruflichen Ausgaben plus der Homeoffice-Pauschale auf einen Betrag von über 1000 Euro kommen.

Folgende Punkte sollten bei der Steuererklärung beachtet werden

Lassen Sie sich von Ihrem Arbeitgeber oder Ihrer Arbeitgeberin eine Bescheinigung ausstellen, in welchem Zeitraum bzw. an wie vielen Tagen Sie zu Hause gearbeitet haben.

Zeichnen Sie auch selbst möglichst präzise auf, wann Sie zu Hause gearbeitet haben. Hier bietet sich eine Tabelle mit Datum und der Anzahl der Stunden an. Die bloße Behauptung ''Ich durfte zu Hause arbeiten'' wird in der Regel nicht ausreichen.

Homeoffice-Pauschale auch für Studierende und Auszubildende

Die Homeoffice-Pauschale können auch Studierende und Auszubildende für jeden Kalendertag nutzen, an dem sie ausschließlich Zuhause gelernt haben und nicht an der Hochschule, in der Bibliothek oder bei der Berufsschule waren. Und zwar entweder als Werbungskosten oder als Sonderausgaben.

Dabei gilt wie bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, dass die Pauschale bei den Werbungskosten nur zur Wirkung kommt, wenn die gesamten Werbungskosten den Pauschbetrag von 1000 Euro übersteigen.

Außerdem sollte man die Lerntage nachweisen können. Hierfür bietet sich die Erstellung eines genauen Lernplans an, mit Datum und Anzahl der Stunden. Denn die Hochschule oder Berufsschule kann maximal die Teilnahme an Webinaren und ähnlichen Veranstaltungen bestätigen.

Irrelevant ist hingegen, wie viele Stunden man am einzelnen Tag für beispielsweise die Teilnahme an Webinaren inklusive deren Vor- und Nachbereitung, das Fertigens von Haus- und Abschlussarbeiten und Prüfungsvorbereitungen aufgewendet hat.

Es ist egal, ob zwei oder acht Stunden dem Lernen gewidmet wurden. Wenn man aussschließlich im Homeoffice war, handelt es sich um einen Zähltag.

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