Maskenbildner*

Maskenbildner/innen unterstützen Darsteller/innen

in Oper, Theater, Musical, Film oder Fernsehen dabei, in ihre Rollen zu schlüpfen.

Nach Vorgaben, Skizzen bzw. Figurinen der Kostüm- bzw. der Chefmaskenbildner/innen schminken sie Darsteller/innen,

fertigen Perücken, Haarteile und Bärte bzw. arbeiten vorhandene auf.

Sie stellen plastische Gesichts- und Körperteile her und passen sie den Darstellern und Darstellerinnen an,

um z.B. Hautveränderungen oder Narben zu simulieren oder Fantasie- bzw. Tiermasken zu gestalten.

Vor Vorstellungen oder Dreharbeiten verhelfen sie den Künstlern

z.B. durch Schön-, Charakter- bzw. Altschminken zum gewünschten Rollenaussehen.

Sie frisieren Darsteller/innen oder setzen ihnen Perücken auf, bringen Haarteile, Bärte oder plastische Maskenteile an.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer ist für jeden Ausbildungsberuf in der jeweiligen Ausbildungsordnung festgelegt (Regelausbildungszeit).

Beim Ausbildungsberuf ''Maskenbildner*'' beträgt sie 3 Jahre.

Wenn das Ausbildungsziel auch in kürzerer Zeit erreicht werden kann, besteht die Möglichkeit, die Ausbildungszeit zu verkürzen.

Arbeitsbedingungen, Arbeitssituation

Maskenbildner/innen arbeiten viel mit der Hand.

Zum Einsatz kommen neben Knüpfnadeln, Pinseln und Schminkschwämmen auch Bürsten, Scheren und Spatel.

Ihre Tätigkeiten verrichten sie vornehmlich in Schminkräumen und -werkstätten

an gut ausgeleuchteten Schmink- und Frisiertischen. Schminkpläne und Materiallisten erstellen sie im Büro am Bildschirm.

Bei Außendreharbeiten oder Freilichtaufführungen sind sie im Freien tätig und sind der Witterung ausgesetzt.

Bei ihrer Tätigkeit haben sie direkten Körperkontakt zu Darstellern und Darstellerinnen.

Der Umgang mit Modelliermassen, Kunstharzen, Haarspray und -färbemitteln sowie Lösemitteln kann zu Hautreizungen führen.

Die Arbeitszeiten der Maskenbildner/innen sind unregelmäßig und richten sich nach den Drehterminen

in der Filmbranche oder nach den Aufführungszeiten in Theatern und Schauspielhäusern:

Arbeit tagsüber, abends oder an Wochenenden ist also möglich.

Sorgfältig und geschickt schminken Maskenbildner/innen Darsteller/innen.

Für die Gestaltung von Masken benötigen sie Kreativität und Sinn für Ästhetik.

Farbsehvermögen, ein gutes Gespür für Formen sowie zeichnerische Fähigkeiten sind unabdingbar.

Maskenbildner/innen müssen die Schauspieler/innen während der Vorstellungen genau beobachten,

um zu erkennen, ob und wann Nachbesserungen an den Masken vorzunehmen sind.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit Hochschulreife ein.

Für den Zugang zur Ausbildung wird zum Teil ein Mindestalter von 16 Jahren vorausgesetzt.

Gewünschte schulische Vorkenntnisse

Künstlerisches Geschick ist für angehende Maskenbildner/innen unabdingbar. Um beispielsweise ein Konzept

und die entsprechenden Skizzen für ein Maskenbild anfertigen zu können, sind gestalterische Kenntnisse erforderlich.

Zum Umgestalten von Perücken oder für das Modellieren von Gesichtsmasken nach den Kopfabdrücken

von Darstellern/Darstellerinnen sind handwerkliche Fähigkeiten nötig, wie man sie z.B. im Werkunterricht erlernt.

Ein sicherer Umgang mit den verwendeten Chemikalien zur Anfertigung von Masken oder plastischen Gesichtsteilen ist unerlässlich.

Wer sich bereits mit chemischen Bestandteilen und Reaktionen auskennt, ist im Vorteil.

Für Material- und Kostenberechnungen der Maskenbilder sind Mathematikkenntnisse wichtig.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen.

Nicht tarifgebundene Betriebe müssen eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren.

Eine Übersicht der tariflichen Ausbildungsvergütungen

für nahezu alle quantitativ bedeutenden Ausbildungsberufe bietet die Datenbank Ausbildungsvergütungen.

Perspektiven nach der Ausbildung

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Maskenbildner/innen vor allem an Theatern und Opernhäusern

sowie bei Fernsehanstalten und Filmstudios.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern.

Das Themenspektrum reicht dabei von Maskenbildnerei bis hin zu Kosmetik.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren

und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Maskenbild erwerben.

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer freiberuflichen Tätigkeit für Film und Fernsehen bzw. Theater.

Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf

Ausführliche Informationen zum Ausbildungsberuf finden Sie in der Berufsinfo der Datenbank BERUFENET.

Der Ausbildungsberuf ist im Berufsfeld Dienstleistung einsortiert.

Freie Ausbildungsplätze

Aktuelle Ausbildungsplatzangebote finden Sie in den Jobbörsen der Unternehmen,

die sich Ihnen mit einem Firmenprofil präsentieren und/oder im entsprechenden Portalbereich bei Jobadu.de.

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