Milchwirtschaftlicher Laborant*

Milchwirtschaftliche Laboranten und Laborantinnen führen chemische, physikalische und mikrobiologische Untersuchungen

von Milch und Milchprodukten in allen Herstellungsstadien durch.

Daneben kontrollieren sie das für die Produktion benötigte Wasser, die Zusatzstoffe

sowie die eingesetzten Verpackungsmittel und das Abwasser.

Zur Vorbereitung der Untersuchung bestimmen sie

die erforderlichen Labormaterialien bzw. -geräte und kontrollieren die Funktionsfähigkeit.

Mithilfe der Analysegeräte und -materialien identifizieren sie Inhaltsstoffe und erfassen diese mengenmäßig.

Sie speichern die Prüfergebnisse in Labordateninformationsmanagementsystemen und vergleichen sie

mit vorgegebenen Prüfkriterien, mit früheren Untersuchungsergebnissen sowie mit Untersuchungen anderer Produkte.

Anhand ihrer Auswertungen wird die Qualität der Milchprodukte abschließend beurteilt.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer ist für jeden Ausbildungsberuf in der jeweiligen Ausbildungsordnung festgelegt (Regelausbildungszeit).

Beim Ausbildungsberuf ''Milchwirtschaftlicher Laborant*'' beträgt sie 3 Jahre.

Wenn das Ausbildungsziel auch in kürzerer Zeit erreicht werden kann, besteht die Möglichkeit, die Ausbildungszeit zu verkürzen.

Arbeitsbedingungen, Arbeitssituation

Milchwirtschaftliche Laboranten und Laborantinnen arbeiten mit speziellen Laborgeräten, Apparaturen und Messinstrumenten.

Versuche werten sie computergestützt am Bildschirm aus.

Bei ihrer Tätigkeit in meist künstlich beleuchteten Laboren tragen sie

entsprechende Schutzkleidung wie Laborkittel, Schutzbrille und Handschuhe.

Beim Aufenthalt in den Produktionsräumen ist zusätzlich besondere Hygienekleidung erforderlich,

z.B. Gummistiefel mit rutsch- und säurefesten Sohlen und Haarnetz.

Sie gehen mit Chemikalien und mikrobiologischen Stoffen um, teilweise besteht Infektionsgefahr.

In den Produktionshallen herrscht oft Maschinenlärm.

Bei produktionsbegleitenden Analysen fällt ggf. Schichtarbeit oder Arbeit am Wochenende an.

Sorgfältig und zielstrebig führen Milchwirtschaftliche Laboranten und Laborantinnen chemische und physikalische Analysen durch.

Hygienevorschriften im Umgang mit Lebensmitteln halten sie verantwortungsbewusst ein.

Geschicklichkeit und ein gutes Auge beweisen sie beim Aufbau der Analyseapparatur

oder beim Abmessen chemischer Reagenzien.

Für sensorische Tests benötigen sie Farbsehvermögen, Geruchs- und Geschmackssinn.

Aufmerksamkeit ist beim Überwachen der Laborabläufe wichtig.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hochschulreife ein.

Gewünschte schulische Vorkenntnisse

Naturwissenschaftliche Kenntnisse sind wichtig, um Vorgänge in der Milchverarbeitung zu verstehen.

Angehende Milchwirtschaftliche Laboranten und Laborantinnen kontrollieren

z.B. die Zusammensetzung von Milchprodukten im Hinblick auf Eiweiß-, Wasser- und Fettgehalt.

Dazu nutzen sie chemische und physikalische Untersuchungsmethoden.

Die Auszubildenden lernen, Volumen- und Mischungsverhältnisse oder die Dichte von Milcherzeugnissen genau zu berechnen.

Hierzu sind sichere Mathematikkenntnisse notwendig.

Bedienungsanleitungen von Laborgeräten oder Fachtexte sind oft in englischer Sprache verfasst.

Englischkenntnisse sind daher hilfreich.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen.

Nicht tarifgebundene Betriebe müssen eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren.

Eine Übersicht der tariflichen Ausbildungsvergütungen

für nahezu alle quantitativ bedeutenden Ausbildungsberufe bietet die Datenbank Ausbildungsvergütungen.

Perspektiven nach der Ausbildung

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Milchwirtschaftliche Laboranten und Laborantinnen vor allem in Betrieben der Milchverarbeitung,

z.B. Molkereien und Käsereien, aber auch in Instituten, die Milcherzeugnisse

nach den Vorschriften der Lebensmittelgesetze überprüfen, sowie in milchwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsanstalten.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern.

Das Themenspektrum reicht dabei von Milchprodukten bis hin zu Qualitätsprüfung.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen.

Naheliegend ist es, die Prüfung als Milchwirtschaftliche/r Labormeister/in abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren

und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Ernährungswissenschaft, Ökotrophologie erwerben.

Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf

Ausführliche Informationen zum Ausbildungsberuf finden Sie in der Berufsinfo der Datenbank BERUFENET.

Der Ausbildungsberuf ist im Berufsfeld Naturwissenschaften einsortiert.

Freie Ausbildungsplätze

Aktuelle Ausbildungsplatzangebote finden Sie in den Jobbörsen der Unternehmen,

die sich Ihnen mit einem Firmenprofil präsentieren und/oder im entsprechenden Portalbereich bei Jobadu.de.

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