Textillaborant*

Textillaboranten und -laborantinnen stellen in der Prozessüberwachung z.B. durch Eingangskontrollen sicher,

dass nur einwandfreie Werk- und Arbeitsstoffe verarbeitet werden,

und tragen dazu bei, dass die gesetzlichen und betrieblichen Qualitätsrichtlinien eingehalten werden.

Mit modernen, häufig computergestützten Prüfgeräten untersuchen sie Stichproben,

die sie während der Fertigung oder von den Endprodukten entnehmen.

Zeigen die Prüfergebnisse Abweichungen von den Normen oder Kennzahlen,

ist im Fertigungsprozess eine Störung oder Unregelmäßigkeit aufgetreten.

Zudem prüfen Textillaboranten und -laborantinnen Reklamationen und stellen die Ursachen von Qualitätsmängeln fest.

Im betrieblichen Umweltschutz untersuchen sie Brauch- bzw. Abwässer und prüfen, ob eine Wiederverwertung möglich ist.

Sie führen Emissionsmessungen durch und bestimmen in Entwicklung und Forschung

beispielsweise die Eigenschaften neuer Faserstoffe.

Sie arbeiten an deren Verbesserung mit oder entwickeln bzw. testen neue Rezepturen für Textilhilfsmittel.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer ist für jeden Ausbildungsberuf in der jeweiligen Ausbildungsordnung festgelegt (Regelausbildungszeit).

Beim Ausbildungsberuf ''Textillaborant*'' beträgt sie 3,5 Jahre.

Wenn das Ausbildungsziel auch in kürzerer Zeit erreicht werden kann, besteht die Möglichkeit, die Ausbildungszeit zu verkürzen.

Arbeitsbedingungen, Arbeitssituation

Textillaboranten und -laborantinnen arbeiten mit technischen Prüfgeräten und Laboreinrichtungen.

Da sie zum Teil mit gefährlichen chemischen Stoffen umgehen,

tragen sie Schutzkleidung, z.B. Einweghandschuhe, Arbeitskittel und Schutzbrille.

Meist arbeiten sie im Labor bei künstlicher Beleuchtung,

wo sie meist im feuchten Milieu arbeiten und Dämpfe, Gerüche oder Gase in der Luft liegen.

Daneben protokollieren und dokumentieren sie am Computer mithilfe spezieller Software Messergebnisse.

Insbesondere in großen Industriebetrieben arbeiten sie auch im Schichtdienst.

Sorgfalt ist z.B. beim Arbeiten mit mechanischen und elektronischen Messgeräten nötig.

Um Materialveränderungen bei den Versuchsreihen zu erkennen,

müssen Textillaboranten und -laborantinnen genau beobachten können.

Geschicklichkeit und ein gutes Auge benötigen sie,

wenn es etwa um den Aufbau der Analyseapparaturen oder das Abfüllen chemischer Substanzen geht.

Für sensorische Tests sind Farbsehvermögen und Geruchssinn erforderlich.

Aufmerksamkeit und Durchhaltevermögen sind bei z.T. langwierigen Versuchsabläufen gefragt.

Technisches Verständnis ist für Wartung der Prüfgeräte und Laboreinrichtungen wichtig.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit Hochschulreife ein.

Gewünschte schulische Vorkenntnisse

Chemie gehört - schon während der Ausbildung - zum Handwerkszeug von Textillaboranten und -laborantinnen.

Um z.B. eine Flotte zur Veredelung eines Gewebes zu untersuchen, sind Chemiekenntnisse unabdingbar.

Da z.B. Reibwerte und Reißfestigkeit verschiedener Gewebe und Garne bestimmt werden,

sind Physikkenntnisse für angehende Textillaboranten und -laborantinnen wichtig.

Mathematikkenntnisse sind beispielsweise hilfreich,

um die richtigen Schlüsse aus einer statistischen Verteilung von Messwerten ziehen zu können.

Für das Lesen von englischsprachiger Fachliteratur oder bei der Internetrecherche,

z.B. über neue Prüfverfahren, sind Englischkenntnisse notwendig.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen.

Nicht tarifgebundene Betriebe müssen eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren.

Eine Übersicht der tariflichen Ausbildungsvergütungen

für nahezu alle quantitativ bedeutenden Ausbildungsberufe bietet die Datenbank Ausbildungsvergütungen.

Perspektiven nach der Ausbildung

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Textillaboranten und Textillaborantinnen

z.B. in der Textil- und Bekleidungsindustrie, in Forschungsinstituten oder in der Automobil- und Luftfahrtindustrie.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern.

Das Themenspektrum reicht dabei von Textilerzeugung bis hin zu Qualitätsprüfung.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen.

Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Textilwirtschaft abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren

und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Textil-, Bekleidungstechnik erwerben.

Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf

Ausführliche Informationen zum Ausbildungsberuf finden Sie in der Berufsinfo der Datenbank BERUFENET.

Der Ausbildungsberuf ist im Berufsfeld Naturwissenschaften einsortiert.

Freie Ausbildungsplätze

Aktuelle Ausbildungsplatzangebote finden Sie in den Jobbörsen der Unternehmen,

die sich Ihnen mit einem Firmenprofil präsentieren und/oder im entsprechenden Portalbereich bei Jobadu.de.

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