Gärtner (Zierpflanzenbau)*

Gärtner/innen der Fachrichtung Zierpflanzenbau vermehren und kultivieren Schnittblumen,

Beet-, Topf-, Balkon- und Grünpflanzen in Gewächshäusern und im Sommer auch im Freiland.

Sie gießen, düngen und beschneiden die Pflanzen und sorgen durch gezielte Kulturmaßnahmen für die erforderliche Größe,

termingerechte Blüte und somit Verkaufsreife der Pflanzen.

Dabei setzen sie Anlagen mit computergesteuerter Bewässerung und Düngung, Belüftung, Belichtung und Beschattung ein.

Wenn sie Pflanzen direkt an die Endverbraucher verkaufen,

beraten sie diese auch über die standortgerechte Auswahl und die Pflege von Pflanzen.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer ist für jeden Ausbildungsberuf in der jeweiligen Ausbildungsordnung festgelegt (Regelausbildungszeit).

Beim Ausbildungsberuf ''Gärtner (Zierpflanzenbau)*'' beträgt sie 3 Jahre.

Wenn das Ausbildungsziel auch in kürzerer Zeit erreicht werden kann, besteht die Möglichkeit, die Ausbildungszeit zu verkürzen.

Arbeitsbedingungen, Arbeitssituation

Gärtner/innen der Fachrichtung Zierpflanzenbau erledigen viele Pflanz- und Pflegearbeiten mit Handwerkzeugen,

bedienen jedoch auch Maschinen, beispielweise Bewässerungsanlagen, Pflanz- oder Topfmaschinen.

Bei vielen Tätigkeiten tragen sie wetterfeste Kleidung, Handschuhe sowie ggf. Gehör- und Atemschutz.

Sie sind in feuchtwarmen Gewächshäusern tätig, in kühlen Lagerräumen und im Freien. Hier sind sie der Witterung ausgesetzt.

Beim Düngen und beim chemischen Pflanzenschutz kommen sie ggf. mit Dämpfen und Gerüchen in Kontakt.

Die Arbeit kann körperlich anstrengend sein, besonders wenn schwere Säcke

mit Erde oder Dünger gehoben oder Zwangshaltungen eingenommen werden müssen.

Pflanzarbeiten oder das Aufbinden von Blütenrispen erfordern geschickte Hände und eine gute Koordination von Auge und Hand.

Sorgfältig überwachen die Gärtner/innen die klimatischen Verhältnisse in den Gewächshäusern

und gehen verantwortungsvoll mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln um.

Ihre Kunden beraten sie z.B. über Pflege und Standortbedingungen von Zierpflanzen.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss ein.

Gewünschte schulische Vorkenntnisse

Ob es um die Beurteilung der Pflanzenqualität oder Böden geht, mit Kenntnissen in Biologie

sind angehende Gärtner/innen der Fachrichtung Zierpflanzenbau im Vorteil.

Wissen in Chemie kann z.B. bei der Auswahl von Düngemitteln und -verfahren nützlich sein.

Um Flächenaufteilungen zu berechnen oder Preise zu kalkulieren,

sind Kenntnisse der Grundrechenarten und im Prozentrechnen dienlich.

Da angehende Gärtner/innen der Fachrichtung Zierpflanzenbau bereits während der Ausbildung Kunden beraten

und z.B. Schnittblumen und Topfpflanzen verkaufen, ist gute mündliche Ausdrucksfähigkeit von Vorteil.

Für den Einsatz und die Instandhaltung von Maschinen, Geräten und technischen Einrichtungen,

z.B. zur Bewässerung, sind handwerkliche und technische Vorkenntnisse bereits in der Ausbildung ein Plus.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen.

Nicht tarifgebundene Betriebe müssen eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren.

Eine Übersicht der tariflichen Ausbildungsvergütungen

für nahezu alle quantitativ bedeutenden Ausbildungsberufe bietet die Datenbank Ausbildungsvergütungen.

Perspektiven nach der Ausbildung

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Gärtner/innen der Fachrichtung Zierpflanzenbau

in Zierpflanzenbaubetrieben, in Stadtgärtnereien oder in Gartencentern.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern.

Das Themenspektrum reicht dabei von Gartenbau bis hin zu Verkaufstraining.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen.

Naheliegend ist es, die Prüfung als Gärtnermeister/in der Fachrichtung Zierpflanzenbau abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise

einen Bachelorabschluss im Studienfach Garten-, Landschaftsbau erwerben.

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem eigenen Pflanzenzucht- oder Pflanzenvermarktungsbetrieb

bzw. durch Übernahme eines Betriebes für gärtnerische Dienstleistungen.

Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf

Ausführliche Informationen zum Ausbildungsberuf finden Sie in der Berufsinfo der Datenbank BERUFENET.

Der Ausbildungsberuf ist im Berufsfeld Landwirtschaft, Natur, Umwelt einsortiert.

Freie Ausbildungsplätze

Aktuelle Ausbildungsplatzangebote finden Sie in den Jobbörsen der Unternehmen,

die sich Ihnen mit einem Firmenprofil präsentieren und/oder im entsprechenden Portalbereich bei Jobadu.de.

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