Fachangestellter für Arbeitsmarktdienstleistungen*

Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen erteilen persönlich oder telefonisch Auskünfte,

z.B. bei Fragen zur Arbeitslosmeldung.

Sie helfen Kunden beim Ausfüllen von Anträgen auf Geldleistungen (z.B. Arbeitslosengeld I,

Kindergeld, Leistungen zur Unterstützung der Beratung und Vermittlung, Arbeitslosengeld II und Sozialgeld).

Bei der anschließenden Bearbeitung berücksichtigen sie stets

sowohl die gesetzlichen Vorschriften als auch interne Qualitätsrichtlinien.

Außerdem unterstützen Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen Fachkräfte aus den Bereichen

Berufsberatung und Arbeitsvermittlung und wirken im Fallmanagement mit.

So informieren sie Kunden etwa über Unterstützungsangebote anderer Stellen, z.B. zum Thema Schuldnerberatung.

Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen übernehmen auch interne Serviceaufgaben,

vor allem in den Bereichen Personal, Finanzen und Controlling.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer ist für jeden Ausbildungsberuf in der jeweiligen Ausbildungsordnung festgelegt (Regelausbildungszeit).

Beim Ausbildungsberuf ''Fachangestellter für Arbeitsmarktdienstleistungen*'' beträgt sie 3 Jahre.

Wenn das Ausbildungsziel auch in kürzerer Zeit erreicht werden kann, besteht die Möglichkeit, die Ausbildungszeit zu verkürzen.

Arbeitsbedingungen, Arbeitssituation

Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen arbeiten häufig am Computer,

um beispielsweise Ansprüche auf Leistungen zu prüfen.

Sie sind in Büros, Informations- und Beratungsräumen oder Service-Centern tätig.

Aufgaben wie persönliche und telefonische Kundenberatung oder das Prüfen von Anträgen wechseln sich ab.

Termindruck entsteht zum Beispiel, wenn sie für die Anliegen von vielen Anrufern oder Kunden zur Verfügung stehen müssen.

Wenn Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen

z.B. Anträge bearbeiten oder Leistungsanträge prüfen, arbeiten sie sorgfältig.

Personen- oder firmenbezogene Informationen behandeln sie vertraulich.

Sie halten sich über Neuerungen, z.B. Änderungen von Anspruchsvoraussetzungen, auf dem Laufenden.

Bei Kundenkontakten, in Gesprächen mit Arbeitnehmern und Arbeitgebern sind sie freundlich,

kompetent und setzen ihre Kommunikationsfähigkeit ein.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit Hochschulreife ein.

Gewünschte schulische Vorkenntnisse

Für den Dialog mit Kunden, beim Ausfüllen von Formularen und beim täglich anfallenden Schriftverkehr

sind gute Deutschkenntnisse unabdingbar. Sicherheit in Rechtschreibung

sowie eine gute mündliche und schriftliche Kommunikationsfähigkeit sind dabei besonders wichtig.

Beispielsweise beim Ermitteln von Leistungsansprüchen sind mathematische Kenntnisse

wie Dezimal-, Bruch-, Prozent- und Dreisatzrechnung erforderlich.

Kenntnisse gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, rechtlicher und sozialer Sachverhalte

sind z.B. für die Bewertung der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt hilfreich.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen.

Nicht tarifgebundene Betriebe müssen eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren.

Eine Übersicht der tariflichen Ausbildungsvergütungen

für nahezu alle quantitativ bedeutenden Ausbildungsberufe bietet die Datenbank Ausbildungsvergütungen.

Perspektiven nach der Ausbildung

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen

im Kundenbereich der Agenturen für Arbeit, in Jobcentern nach SGB II und in Familienkassen.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern.

Das Themenspektrum reicht dabei von Personalberatung und -vermittlung bis hin zu Sozialrecht.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen.

Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Verwaltungsbetriebswirt/in abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren

und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Arbeitsmarktmanagement erwerben.

Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf

Ausführliche Informationen zum Ausbildungsberuf finden Sie in der Berufsinfo der Datenbank BERUFENET.

Der Ausbildungsberuf ist im Berufsfeld Wirtschaft, Verwaltung einsortiert.

Freie Ausbildungsplätze

Aktuelle Ausbildungsplatzangebote finden Sie in den Jobbörsen der Unternehmen,

die sich Ihnen mit einem Firmenprofil präsentieren und/oder im entsprechenden Portalbereich bei Jobadu.de.

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