Holz- und Bautenschützer (Holzschutz)*

Holz- und Bautenschützer/innen der Fachrichtung Holzschutz verhindern bzw. beseitigen

Insekten- und Pilzbefall an Gebäudebauteilen aus Holz.

Zunächst prüfen sie Art, Umfang und Ursache der Schäden und identifizieren die tierischen oder pflanzlichen Schädlinge.

Sie informieren über umweltschonende Bekämpfungsverfahren

und entscheiden in Absprache mit dem Auftraggeber über die passenden Maßnahmen.

Dann planen sie den Arbeitsauftrag, richten den Arbeitsplatz ein und sichern ihn.

Zur Beseitigung der Schadensursachen setzen sie z.B. thermische oder chemische Verfahren ein.

Um künftigen Schäden entgegenzuwirken, führen sie auch vorbeugende Maßnahmen durch.

Die ausgeführten Arbeiten dokumentieren sie ebenso wie die eingesetzten Materialien und Verfahren.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer ist für jeden Ausbildungsberuf in der jeweiligen Ausbildungsordnung festgelegt (Regelausbildungszeit).

Beim Ausbildungsberuf ''Holz- und Bautenschützer (Holzschutz)*'' beträgt sie 3 Jahre.

Wenn das Ausbildungsziel auch in kürzerer Zeit erreicht werden kann, besteht die Möglichkeit, die Ausbildungszeit zu verkürzen.

Arbeitsbedingungen, Arbeitssituation

Holz- und Bautenschützer/innen der Fachrichtung Holzschutz arbeiten mit bauspezifischen (handgeführten) Geräten

und Maschinen ebenso wie mit typischen Handwerkzeugen.

Daneben verwenden sie Chemikalien wie z.B. Holzschutzmittel und Insektizide.

Um sich vor Unfällen und Verletzungen zu schützen, tragen sie Schutzkleidung wie Arbeitshandschuhe,

Sicherheitsschuhe, Schutzhelm sowie bei Bedarf Schutzbrille und Atemschutz.

Sie sind auf wechselnden Baustellen tätig, im Freien und in Gebäuden,

und sind der Witterung, Maschinenlärm und Staub ausgesetzt.

Umsicht, Bewegungskoordination und Schwindelfreiheit sind erforderlich,

wenn sie auf Gerüsten und Arbeitsbühnen mitunter in großen Höhen arbeiten.

Insbesondere der Umgang mit chemischen Substanzen erfordert eine sorgfältige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise,

um sich und andere sowie die Umwelt nicht zu gefährden.

Auch wenn Hebe- und Transporteinrichtungen sowie andere Maschinen die Arbeit erleichtern,

ist sie dennoch körperlich anstrengend.

Denn Holz- und Bautenschützer/innen müssen oft Zwangshaltungen einnehmen und schwere Teile tragen.

Zugang zur Ausbildung

Voraussetzung für den Zugang zu einer dualen Ausbildung ist ein Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb.

Die Ausbildungsbetriebe suchen sich Auszubildende nach eigenen Kriterien (z.B. schulische Vorbildung) aus.

Jugendliche unter 18 Jahren müssen eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung vorlegen.

Gewünschte schulische Vorkenntnisse

Da die Auszubildenden z.B. Volumen berechnen, Aufmaße erstellen

und die Dosierung von Holzschutzmitteln kalkulieren, sind Mathematikkenntnisse nötig.

Angehende Holz- und Bautenschützer/innen setzen unterschiedliche Werkzeuge ein.

Kenntnisse im Bereich Werken und Technik sind deshalb nützlich.

Um in der Ausbildung Kenntnisse über tierische und pflanzliche Holzschädlinge zu erwerben

und über die Art ihrer Bekämpfung zu entscheiden, ist biologisches Verständnis notwendig.

Da Holz- und Bautenschützer/innen bereits in der Ausbildung Chemikalien einsetzen, sind Kenntnisse in diesem Fach hilfreich.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen.

Nicht tarifgebundene Betriebe müssen eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren.

Eine Übersicht der tariflichen Ausbildungsvergütungen

für nahezu alle quantitativ bedeutenden Ausbildungsberufe bietet die Datenbank Ausbildungsvergütungen.

Perspektiven nach der Ausbildung

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Holz- und Bautenschützer/innen der Fachrichtung Holzschutz

im Ausbaugewerbe oder in Hochbauunternehmen.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern.

Das Themenspektrum reicht dabei von Holzschutz bis hin zu Bausanierung.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen.

Naheliegend ist es, die Prüfung als Meister/in im Holz- und Bautenschutzgewerbe abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise

einen Bachelorabschluss im Studienfach Holztechnik erwerben.

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Holz- und Bautenschutzbetrieb.

Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf

Ausführliche Informationen zum Ausbildungsberuf finden Sie in der Berufsinfo der Datenbank BERUFENET.

Der Ausbildungsberuf ist im Berufsfeld Bau, Architektur, Vermessung einsortiert.

Freie Ausbildungsplätze

Aktuelle Ausbildungsplatzangebote finden Sie in den Jobbörsen der Unternehmen,

die sich Ihnen mit einem Firmenprofil präsentieren und/oder im entsprechenden Portalbereich bei Jobadu.de.

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