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Berufsporträt Tiefbaufacharbeiter (Gleisbauarbeiten)*

Berufsporträt

Kurzinfo

Ausbildungsberuf

Tiefbaufacharbeiter (Gleisbauarbeiten)*

Ausbildungsdauer

2 Jahre

Tätigkeitsinhalte

Tiefbaufacharbeiter/innen mit dem Schwerpunkt Gleisbauarbeiten bauen den Unterbau für Gleisanlagen und verlegen Schienen. Sie stellen Baugruben, Gräben sowie Böschungen her und sorgen für die Entwässerung an Bahnanlagen.

Beim Bau von Gleisen legen sie Schwellen, befestigen Schienen, schottern Gleise ein, heben, richten und stopfen sie, meist unter Einsatz von speziellen Gleisbaumaschinen.

Die Schienenenden fügen sie ggf. mit Laschenverbindungen. Außerdem stellen sie Pflaster- und Asphaltdecken sowie Plattenbeläge her. Sie können im Gleisneubau oder in der Sanierung tätig sein.

Arbeitsbedingungen

Tiefbaufacharbeiter/innen mit dem Schwerpunkt Gleisbauarbeiten setzen Erdbewegungsmaschinen und Spezialmaschinen für den Gleisbau ein, arbeiten aber auch mit handgeführten Schweißwerkzeugen.

Schutzkleidung ist unverzichtbar, z.B. Helm, Handschuhe, Sicherheitsschuhe, Hörschutz oder Warnweste. I.d.R. arbeiten sie im Freien, auf wechselnden Baustellen, wo sie der Witterung ausgesetzt sind.

Laufende Maschinen sind laut und erzeugen Vibrationen. Häufig liegt Staub in der Luft. Da Arbeiten an den Gleisen meist in Zugpausen oder in verkehrsarmen Zeiten durchgeführt werden, muss mit unregelmäßigen Arbeitszeiten gerechnet werden, auch nachts.

Die Arbeit wird meist im Team erledigt und kann körperlich anstrengend sein, z.B. beim Verdichten des Schotterbetts. Das Vermessen von Gleisen erfordert Sorgfalt, das Verlegen von Schienen handwerkliche Fähigkeiten. Umsicht ist beim Umgang mit schweren Baumaschinen geboten.

Wichtige Schulfächer

Angehende Tiefbaufacharbeiter/innen mit dem Schwerpunkt Gleisbauarbeiten müssen häufig Längen, Breiten und Höhen ermitteln. Dazu muss man die Grundrechenarten beherrschen.

Für das Verständnis bauphysikalischer Grundlagen in der Ausbildung sind Physikkenntnisse förderlich.

Da zukünftige Tiefbaufacharbeiter/innen mit dem Schwerpunkt Gleisbauarbeiten häufig mit Maschinen und Geräten arbeiten, sind Fertigkeiten im technischen Werken nützlich. Wer Kenntnisse im technischen Zeichnen mitbringt, ist beim Anfertigen von einfachen Skizzen und Zeichnungen im Vorteil.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Nicht tarifgebundene Betriebe müssen eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren.

Eine Übersicht der tariflichen Ausbildungsvergütungen für nahezu alle quantitativ bedeutenden Ausbildungsberufe bietet die Datenbank Ausbildungsvergütungen.

Perspektiven

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Tiefbaufacharbeiter/innen mit dem Schwerpunkt Gleisbauarbeiten in Betrieben des Tiefbaus bzw. der Gleisbauindustrie sowie bei Betreibern von Schienennetzen.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Gleisbau bis hin zu Baumaschinenführung.

Nach erfolgreicher Abschluss-/Gesellenprüfung können Tiefbaufacharbeiter/innen mit dem Schwerpunkt Gleisbauarbeiten unter bestimmten Voraussetzungen ihre Ausbildung um ein Jahr fortsetzen und z.B. die Prüfung als Gleisbauer/in ablegen.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Gleisbau abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Bauingenieurwesen erwerben.

Ausführliche Informationen

Berufsinfo der Datenbank BERUFENET

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