Kurzarbeit und Corona

Die Broschüre bietet wichtige Informationen für Beschäftige und Unternehmen

sowie Fragen und Antworten rund um das Kurzarbeitergeld während der Corona-Pandemie...

Quelle: BMAS

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Kurzarbeit und Corona Die Corona-Pandemie ist eine historische Herausforderung für uns alle. Die Bundesregierung arbeitet mit aller Kraft daran, unser Land so sicher wie möglich durch die Krise zu bringen. Das bedeutet vor allem: Leben retten und die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger schützen. Nichts ist wichtiger! Aber wir müssen auch die wirtschaftlichen und sozialen Folgen dieser Krise im Griff behalten. Das heißt konkret: Wir müssen alles tun, um Arbeitsplätze zu erhalten und Kündigungen zu vermeiden. Deshalb haben wir seit März 2020 die Voraussetzungen für Kurzarbeit so erleichtert, dass alle Unternehmen und die Beschäftigten, die von der Corona-Krise betroffen sind, schnelle und wirkungsvolle Unterstützung bekommen. Aber wenn Beschäftigte sehr lange in Kurzarbeit sind, mussten sie bislang auch erhebliche Gehaltseinbußen hinnehmen, während die laufenden Kosten im Alltag weiterbezahlt werden müssen. Deshalb haben wir die Höhe des Kurzarbeitergeldes so ver bessert, dass unverhältnismäßige Lohneinbußen abgefedert werden. Darüber hinaus haben wir den Hinzuverdienst zum Kurzarbeitergeld weiter erleichtert. Was diese Verbesserungen im Einzelnen für Sie bedeuten, können Sie diesem Faltblatt entnehmen. Die neuen Regeln im Überblick Die Bundesregierung hat mit zwei aufeinander folgenden Sozialschutzpaketen den Zugang zur Kurzarbeit erleichtert und das Kurzarbeitergeld für Beschäftigte erhöht, die lange in Kurzarbeit sind. Die hier aufgeführten Regeln gelten bis zum 31. Dezember 2020: Ein Betrieb kann Kurzarbeit anmelden, wenn 10 Prozent der Beschäftigten mindestens 10 Prozent Arbeitsausfall haben. In Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwan kungen (z.B. Arbeitszeitkonten) genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet. Die Sozialversicherungsbeiträge, die auf das Kurzarbeitergeld entfallen, werden dem Unternehmen von der Bundes- agentur für Arbeit vollständig erstattet. K urzarbeitergeld ist auch für Beschäftigte in Zeitarbeit möglich. Wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kurzarbeit weniger als 50 Prozent ihrer bisherigen Stundenzahl arbei ten, wird das Kurzarbeitergeld ab dem 4. Bezugsmonat - gerechnet ab März 2020 - auf 70 Prozent (77 Prozent für Haushalte mit Kindern) angehoben. Ab dem 7. Monat Kurzarbeit steigt das Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent (87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des entfallenen Nettoentgelts. Beschäftigte in Kurzarbeit können einen Nebenverdienst bis zur Höhe ihres ursprünglichen Einkommens haben, ohne dass dieser auf das Kurzarbeitergeld angerechnet wird. Höhe des Kurzarbeitergeldes (ab Arbeitsausfall 50%)...

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