Handlungsempfehlungen zur Fachkräftesicherung

Aktuelle Fachkräfteengpässe

und Infos zur Entwicklung der Fachkräftelücke...

Quelle: BDA

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Handlungsempfehlungen zur Fachkräftesicherung in Deutschland. Demografischer Wandel verschärft Fachkräfteengpässe. Entwicklung der ''MINT-Lücke'' und aktueller Fachkräftemangel im MINT-Bereich. Fachkräfteengpässe im Pflegebereich. Rückläufige Bewerberzahlen in der beruflichen Ausbildung. Schulbildung verbessern, Ausbildungsreife sichern. Praxisnahe Berufsorientierung stärken. Studienabbrecherquoten senken, Beschäftigungsfähigkeit sicherstellen. Aus- und Weiterbildung familienfreundlich gestalten. Beschäftigungs- und Arbeitsfähigkeit erhalten und verbessern. Gesundheitserhaltung und -förderung verbessern. Anzahl An- und Ungelernter reduzieren Berufsabschluss durch Teilqualifizierungen ermöglichen. Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessern. Rekrutierungsstrategien weiterentwickeln. Anforderungsprofile kompetenzorientiert fassen. Weiterbildung als innerbetrieblichen Rekrutierungsweg nutzen. Beschäftigte nachhaltig binden. Arbeitszeitvolumen und -verteilung optimieren. Flexible Arbeitszeitmodelle zur Verlängerung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeiten nutzen. Lebensarbeitszeit verlängern. Früheren Einstieg ins Erwerbsleben ermöglichen. Rente mit 67 durchsetzen. Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen verbessern. Fachkräfte aus dem Ausland gewinnen - Zuwanderungsrecht weiterentwickeln. Ausländische Hochschulabsolventen für Arbeit in Deutschland gewinnen. Arbeitsmarktperspektiven von Asylsuchenden und Geduldeten verbessern. Der demografische Wandel vollzieht sich langsam, aber seine Auswirkungen sind schon jetzt spürbar. Neben den wachsenden Herausforderungen für die sozialen Sicherungssysteme nehmen auch die Probleme der Unternehmen zu, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Bereits im Jahr 2030 könnten uns 6 Mio. Menschen im erwerbsfähigen Alter am Arbeitsmarkt fehlen. Gelingt es uns nicht, diese dramatische Entwicklung zumindest abzubremsen und Fachkräftelücken zu schließen, sind unser Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland bedroht. Viele Investitionen und Innovationen werden ausbleiben, wenn nicht genügend motivierte Fachkräfte zur Verfügung stehen. Besonders ein rohstoffarmes Land wie Deutschland ist jedoch auf die Innovationskraft seiner Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Wir leben von den Erfindungen und der Tatkraft der Menschen. Sie sind Grundlage für den Erfolg der deutschen Unternehmen, gerade auch in konjunkturell unsicheren Zeiten. Auch für unsere sozialen Sicherungssysteme hätte es gravierende Folgen, wenn die Zahl potenzieller Arbeitskräfte und Beitragszahler kräftig sinkt. Die Wirtschaft ist deswegen bereits jetzt sehr aktiv, um alle inländischen Potenziale zur Fachkräftesicherung besser zu erschließen. Fast alle Betriebe bieten z.B. flexible Arbeitszeitmodelle an, damit Eltern Beruf und Familie besser unter einen Hut bekommen und mehr Frauen einer Vollzeit- oder vollzeitnahen Beschäftigung nachgehen können. Trotz rückläufiger Schulabsolventenzahlen hält die deutsche Wirtschaft auch ihr Engagement für die Ausbildung junger Menschen auf einem konstant hohen Niveau. In der neuen ''Allianz für Aus- und Weiterbildung'', an der sich auch die BDA beteiligt, haben sich die Partner darauf verständigt, auch leistungsschwächere und benachteiligte Jugendliche noch stärker in den Blick zu nehmen. Eines steht allerdings auch jetzt schon fest: Selbst wenn wir alle Potenziale im Inland ausschöpfen, sind wir mittel- bis langfristig noch stärker als bislang auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen. Deutschland muss deswegen einerseits ein attraktives Ziel für Hochqualifizierte aus dem Ausland bleiben. Und damit sind insbesondere auch exzellente Facharbeiter und nicht nur Hochschulabsolventen gemeint. Andererseits müssen wir mehr tun, damit sich bei uns lebende Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft einbringen können. Fachkräftesicherung ist nicht allein Aufgabe der Wirtschaft, es sind auch die Politik und die Gesellschaft insgesamt gefragt, notwendige Reformen durchzuführen und mitzutragen. Um den Fachkräftemangel zu bekämpfen, haben Wirtschaft und Politik in den vergangenen Jahren bereits viele wichtige und richtige Weichenstellungen vorgenommen. Trotz dieser Fortschritte ist aber weiterhin ein ganzes Bündel an Strategien und Maßnahmen erforderlich. Die vorliegende Broschüre ist eine Weiterentwicklung der Vorschläge der BDA und ihrer Mitgliedsverbände zur Fachkräftesicherung. Sie zeigt Handlungsansätze und Praxisbeispiele auf und legt dar, welche weiteren Schritte erforderlich sind, um Deutschland zukunftsfest zu machen...

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