Mobilität in der Ausbildung

Ein Blick über den vertrauten Tellerrand kann sich lohnen und den Weg zur Ausbildungsstelle ebnen.

Denn nicht immer gibt es vor Ort ausreichend Lehrstellen im angestrebten Ausbildungsberuf.

Oder der gewünschte Ausbildungsplatz wird nur in einer bestimmten Region angeboten...

Quelle: BMBF

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Was für viele Studierende bereits Praxis ist, ist für die meisten Azubis noch immer die Ausnahme: den ''Heimathafen'' für die Berufsausbildung verlassen und in eine neue Lebensund Arbeitswelt eintauchen. Doch ein Blick über den vertrauten Tellerrand kann sich auch für dich lohnen und deinen Weg zur Ausbildungsstelle im Wunschberuf oder -betrieb ebnen. Denn nicht immer gibt es vor Ort ausreichend Lehrstellen im angestrebten Ausbildungsberuf. Oder der gewünschte Ausbildungsplatz wird nur in einer bestimmten Region angeboten. Kannst du dir vorstellen, in eine andere Stadt zu ziehen? Vielen Jugendlichen scheint dieser Schritt zunächst ein Wagnis. Und vielleicht hast du dir auch schon Fragen gestellt wie ''Kann ich mir eine Ausbildung fern der Heimat leisten?'' oder ''Wer hilft mir, wenn es vor Ort Probleme gibt?''. Was zunächst als Hürde erscheinen mag, eröffnet dir zugleich vielfältige Chancen: Sich ''in fremden Gefilden'' erfolgreich zu bewähren, stärkt das Selbstbewusstsein und erweitert deinen beruflichen und sozialen Horizont. Für Auszubildende, die mobil sind, ändert sich also neben der neuen Arbeitswelt auch der Wohnort. Um erfolgreich in deine Ausbildung zu starten, ist es wichtig, im neuen Lebensumfeld schnell Fuß zu fassen. Vielfältige Angebote unterstützen und begleiten dich in diesem spannenden Lebensabschnitt. Keine leeren Taschen - dank der Berufsausbildungsbeihilfe Ist die Entscheidung für einen Ausbildungsplatz ''in der Ferne'' mit dem Auszug aus dem Elternhaus verbunden, können zusätzliche Kosten auf dich und deine Familie zukommen. Doch für Jugendliche wie dich, die bereits in der Ausbildung mobil sein möchten, bietet die Bundesagentur für Arbeit eine spezielle Unterstützung an: die sogenannte Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Die BAB können alle beantragen, die eine Erstausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf absolvieren. Und das Beste: Du musst sie nicht zurückzahlen. Dein individueller Betrag bemisst sich unter anderem nach der finanziellen Situation deiner Eltern und umfasst auch deine Ausgaben für eine monatliche Heimfahrt. Eine wichtige Empfehlung: Stelle deinen Antrag frühzeitig! Denn die Leistung wird nicht rückwirkend für den gesamten Zeitraum ab Beginn der Berufsausbildung erstattet, sondern nur ab Beginn des Monats, in dem du die BAB beantragst. Für Auszubildende mit einem Kind bzw. Kindern, deren erhöhter finanzieller Bedarf nicht durch die Ausbildungsvergütung und die BAB abgedeckt wird, gibt es zudem die Möglichkeit, Wohngeld bei ihrer Gemeinde oder Stadt zu beantragen. Berufsausbildungsbeihilfe-Rechner Mit dem Berufsausbildungsbeihilfe-Rechner kannst du online unter www.babrechner.arbeitsagentur.de die Höhe deiner individuellen Beihilfe ermitteln. Detaillierte Informationen zur BAB erhältst du bei der Agentur für Arbeit. Mehr als nur ein Dach über dem Kopf Betreutes Jugendwohnen Du hast einen Ausbildungsplatz im Visier, der von deinem Heimatort zum Pendeln zu weit entfernt liegt? Deine Eltern unterstützen dich gerne bei deinen beruflichen Plänen, sind jedoch unsicher, ob du den Herausforderungen am neuen Wohnort gewachsen bist? Dann ist das Betreute Jugendwohnen eine gute Option für dich - und deine Eltern! Für Auszubildende zwischen 14 und 27 Jahren bietet Jugendwohnen einen bezahlbaren, verkehrsgünstig gelegenen Wohnraum, eine gute Verpflegung sowie ein abwechslungsreiches Freizeitangebot. Durch die Gemeinschaft mit anderen jungen Menschen findest du sicherlich schnell Kontakt in deiner neuen Lebens- und Arbeitswelt. In Jugendwohnheimen kannst du dich darüber hinaus auf die Unterstützung von sozialpädagogischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verlassen - sei es bei organisatorischen Belangen, bei Problemen des Alltags oder in der Berufsausbildung. Auch für deine Eltern stehen die Mitarbeiter der Wohnheime gerne als Ansprechpartner zur Verfügung. Zudem sind sie in der Regel eng verknüpft mit den Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen, dieses Netzwerk kann auch für dich ein wertvoller Wegbegleiter zum erfolgreichen Abschluss deiner Ausbildung sein! Betreutes Jugendwohnen Auf der Online-Plattform www.auswaerts-zuhause.de findest du umfassende Informationen zum Betreuten Jugendwohnen. ''Auswärts zuhause'' hilft dir bei der Suche nach einer Unterkunft in einem der bundesweit rund 550 Jugendwohnheime, bereits über 200.000 Jugendliche nutzen hierzulande deren breit gefächertes Angebot. Durchstarten statt Durchhängen: Ausbildungsbegleiter helfen! Wenn du dich für eine Ausbildung in der Ferne entscheidest, wartet vor allem in der Eingewöhnungsphase so manche organisatorische und persönliche Herausforderung auf dich. Und im Unterschied zur Schulzeit sind Eltern, Geschwister oder Freunde dann nicht mehr in greifbarer Nähe, um mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Hier springt die Initiative VerA (Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen) ein: Ihr Ziel ist es, Auszubildenden zu helfen, Durchhänger zu überwinden und Probleme zu lösen, bevor diese zu Stolpersteinen in der Ausbildung werden. VerA wurde vom Senior Experten Service (SES) sowie den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft, des Handwerks und der Freien Berufe gegründet. Die ehrenamtlichen Fach- und Führungskräfte im Ruhestand beraten als kompetente Ausbildungsbegleiterinnen und Ausbildungsbegleiter kostenlos und höchstpersönlich. Deutschlandweit stehen Jugendlichen wie dir mittlerweile fast 12.000 Senior Experten zur Verfügung. VerA Du bist interessiert an einem individuellen Austausch mit einem Senior Experten oder hast ein Anliegen, bei dem du Unterstützung benötigst? Einen entsprechenden Antrag kannst du oder können deine Eltern unbürokratisch unter www.vera.ses-bonn.de stellen...

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