Quereinstiege als Erfolgsmodell?

Quereinstiege als Erfolgsmodell?

Quereinsteiger* sind Personen, die in ein neues Betätigungsfeld bzw. eine fremde Branche wechseln,

ohne dafür die entsprechende (berufliche) Ausbildung oder ein Studium absolviert zu haben.

Diese Studie zeigt, wie verbreitet sie bereits sind und welche Erfahrungen Betriebe damit machen.

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In Zeiten des Fachkräftemangels bringen Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger neue Perspektiven und wertvolle Erfahrungen mit. Trotzdem werden sie beim Recruiting-Prozess oft übersehen. Warum es sich für KMU lohnt, ihr Potenzial gezielt zu nutzen, erklären wir Ihnen hier. Was ist ein Quereinsteiger? Quereinsteiger und Quereinsteigerinnen sind Personen, die in ein neues Betätigungsfeld bzw. eine fremde Branche wechseln, ohne dafür die entsprechende (berufliche) Ausbildung oder ein Studium absolviert zu haben. Sie werden auch Seiteneinsteiger genannt und zeichnen sich durch ihre vielfältigen beruflichen Hintergründe aus, die für neue Perspektiven in Unternehmen sorgen können. Mögliche Profile von Quereinsteigern und Quereinsteigerinnen: Personen ohne Berufsabschluss, aber mit Berufserfahrung Personen mit abgebrochener Berufsausbildung bzw. Studienabbrecher Mitarbeitende mit ausländischen Berufsabschlüssen, die in Deutschland (noch) nicht anerkannt sind Langzeitarbeitslose Menschen mit oder ohne Berufsabschluss bzw. Berufserfahrung Oft verfügen Quereinsteiger und Quereinsteigerinnen über eine hohe Lernbereitschaft und eignen sich neues Wissen über Umschulungen oder Weiterbildungen an. Was sind die Vorteile von Quereinsteigern für Unternehmen? Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger einzustellen, bietet gleich mehrere Vorteile: Neue Perspektiven und Know-how: Als berufs- oder branchenfremde Kandidaten bereichern Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger das Team mit frischen Ideen und Ansätzen, die Betriebsblindheit entgegenwirken können. Erschließung neuer Märkte: Das unterschiedliche Hintergrundwissen von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern kann zusätzlich hilfreich dabei sein, neue Märkte zu erschließen. Soft Skills: Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern bringen oft entscheidende Fähigkeiten wie Lernkompetenz, Problemlösungsfähigkeit und Flexibilität mit, die in der heutigen agilen Arbeitswelt oft wichtiger sind als klassische Einstellungskriterien. Starke Persönlichkeit: Aufgrund ihrer Lebens- und Berufserfahrungen verfügen viele Menschen, die einen Quereinstieg machen, über eine starke Persönlichkeit, die im Umgang mit Herausforderungen im Job vorteilhaft sein kann. Hohe Motivation: Das Interesse am neuen Berufsfeld ist oft mit einer hohen Motivation verbunden. Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger haben meist ein großes Interesse an dem neuen Bereich, was sie antreibt, sich weiterzuentwickeln. Kreativität: Heterogene, multidisziplinäre Teams fördern zudem kreative Lösungenund Innovation im Unternehmen. Übrigens: Vier von zehn Fachkräften haben Erfahrungen mit einem Quereinstieg: 41,5% der Fachkräfte haben schon einmal den Beruf gewechselt. Das ergibt eine Untersuchung im Auftrag von meinestadt.de: Dazu hat das Marktforschungsinstitut respondi 2.000 Fachkräfte mit Berufsausbildung online befragt. So finden Sie Quereinsteiger mit passenden Kompetenzen Sie haben sich dazu entschieden, Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger einzustellen und als Betrieb davon zu profitieren? Dann ist es im ersten Schritt entscheidend, geeignete Talente mit den passenden Kompetenzen zu identifizieren. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten: Suchen Sie nach Quereinsteigern in ähnlichen Berufsfeldern Es kann sinnvoll sein, Berufe zu identifizieren, die ähnliche Qualifikationen erfordern wie in ihrem gesuchten Fachkräftebereich und diese Zielgruppen proaktiv anzusprechen. Zudem können innovative HR-Tools und Best Practices Personalverantwortliche dabei unterstützen, Seiteneinsteiger mit passenden Kompetenzen und Soft Skills ausfindig zu machen. Dank Internet und Big Data können KI-basierte Programme helfen, ganzheitliche Potenzialanalysen auszuführen und selbst passive Kandidaten und Kandidatinnen gezielt zu erreichen. Tipp: Rekrutieren Sie nicht nur Personen, die Ihnen und anderen Teammitgliedern ähnlich sind. Trainings zu Diversity für Personalverantwortliche sind hilfreich, um unbewusste Denkmuster (unconscious Bias) zu überwinden und offener für Andersartigkeit zu werden. Finden Sie passende Kandidaten über soziale Medien Social Media Recruiting, also die Mitarbeitendensuche über soziale Medien ist eine gute Möglichkeit, Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger gezielt anzusprechen und ihr Interesse an Ihren Stellenangeboten zu wecken. Viele Jobsuchende gehen immer noch davon aus, dass sie klassischerweise bestimmte Qualifikationen und Karrierewege benötigen, um in bestimmten Bereichen arbeiten zu können. Bei Active Sourcing geht es darum, Zielgruppen über eine persönliche, direkte Ansprache auf Ihre Suche nach Mitarbeitenden aufmerksam zu machen, ihr Interesse zu wecken und mit ihnen in einen Dialog zu treten. Die Rekrutierung über die sozialen Medien kann dazu beitragen, Ihre Zielgruppe leichter zu finden und ihr ein genaueres Bild von Ihrer Branche/Ihrem Jobprofil zu vermitteln. Lesen Sie dazu auch: Social Media für kleine und mittlere Unternehmen (KMU

) Identifizieren Sie ungenutzte Potenziale in der Belegschaft Denken Sie beim Thema Quereinstieg nicht nur an externe Bewerberinnen und Bewerber: Auch innerhalb Ihres Unternehmens können Mitarbeitende mit Lernbereitschaft und Potenzial durch interne Weiterentwicklung neue Rollen übernehmen.

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