<h1>F&uuml;hren aus dem Home-Office</h1> <h2>Tipps f&uuml;r Personalverantwortliche zu Homeoffice und F&uuml;hren auf Distanz... Quelle Bundesverband der Personalmanager e.V.</h2> <p>In Deutschland gibt es kein Recht auf Home-Office oder mobiles Arbeiten. Umgekehrt kann ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter nicht zum Arbeiten aus dem Home-Office verpflichten. Es gilt das Prinzip der doppelten Freiwilligkeit: Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer m&uuml;ssen dem Arbeiten aus dem Home-Office zustimmen. Die Arbeitsweise hingegen ist vom Arbeitsgesetz festgelegt. Deshalb gilt auch im Home Office: Maximalarbeitszeiten, Dokumentationspflichten, Ruhezeiten und Pausen m&uuml;ssen eingehalten werden. Arbeitsunf&auml;lle k&ouml;nnen auch im Home-Office geschehen. Sie beschr&auml;nken sich jedoch auf Unf&auml;lle, die in direktem Zusammenhang mit der Arbeitst&auml;tigkeit stehen. Wege innerhalb der Wohnung, etwa zur Toilette oder zum Essen und Trinken, sind bei Arbeitnehmern mit Heimarbeitsplatz nicht versichert.1 Trennen Sie Ihren Arbeitsplatz so gut wie m&ouml;glich vom restlichen Teil der Wohnung und richten Sie eindeutige Arbeits- und Freizeitpl&auml;tze ein, trennen Sie weiter eindeutig zwischen Arbeits- und Pausenzeit. Behalten Sie nach M&ouml;glichkeit Ihre Routinen bei, f&uuml;hren Sie regelm&auml;&szlig;ig stattfindende Gespr&auml;che per Konferenz. Verf&uuml;gen alle Mitarbeiter &uuml;ber ein Diensthandy, &uuml;ber das Sie auch im Home-Office erreichbar sind? Falls nicht: Sind die Mitarbeiter/innen bereit, private Handys und Festnetzanschl&uuml;sse f&uuml;r dienstliche Telefonate zu verwenden? (Mitarbeiter/innen k&ouml;nnen nicht zur Verwendung privater Kommunikationsger&auml;te f&uuml;r dienstliche Kommunikation verpflichtet werden.) Verf&uuml;gen alle Mitarbeiter/innen &uuml;ber Notebooks mit VPN-Einwahlm&ouml;glichkeiten? Stellen Sie zusammen mit der IT sicher, dass Ihre Infrastruktur nicht &uuml;berlastet wird, wenn der Gro&szlig;teil Ihrer Mitarbeiter/innen &uuml;ber VPN-Verbindungen arbeitet. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter/innen, Notebooks und Ladekabel mit nach Hause zu nehmen, um kurzfristig von zu Hause arbeiten zu k&ouml;nnen, wenn eine Arbeit aus dem Home-Office grunds&auml;tzlich m&ouml;glich und sinnvoll ist. Richten Sie Gruppenchats ein oder arbeiten Sie mit L&ouml;sungen zum digitalen Verteilen und Koordinieren von Aufgaben. &Uuml;berlegen Sie, welche weiteren Kan&auml;le Sie f&uuml;r die direkte Kommunikation mit Ihren Mitarbeiter/innen nutzen k&ouml;nnen. Behalten Sie nach M&ouml;glichkeit alle regelm&auml;&szlig;ig stattfindenden Gespr&auml;chstermine bei und f&uuml;hren Sie statt direkter Gespr&auml;ch Video- oder Telefonkonferenzen. Richten Sie im Zweifelsfall zus&auml;tzliche regelm&auml;&szlig;ige (bspw. t&auml;gliche oder zweit&auml;gliche, mindestens aber w&ouml;chentliche) Einzeltelefonate mit Ihren Direct Reports ein, um sich auszutauschen. &Uuml;berlegen Sie, ob Sie zus&auml;tzliche Strukturen f&uuml;r den sozialen Austausch schaffen, bspw. eine w&ouml;chentliche digitale Kaffeepause in einem Chat-Raum. Zeigen Sie, dass Sie ansprechbar sind, indem Sie sich regelm&auml;&szlig;ig bei den Mitarbeiter/innen melden und vermehrt Informationen in Rundmails oder Gruppenchats teilen. Bieten Sie regelm&auml;&szlig;ig Austausch und Hilfestellung an, wenn es um die Arbeitsergebnisse geht. Gelten im Home-Office dieselben Arbeitszeitregelungen wie im B&uuml;ro oder kann die Arbeitszeit selbst frei eingeteilt werden? Falls die Arbeitszeit frei eingeteilt werden kann: Wie genau wollen Sie &uuml;ber die Arbeitszeiteinteilung und Pausen informiert sein? Wie schnell muss sich ein/e Mitarbeiter/in innerhalb der Arbeitszeit bei Ihnen zur&uuml;ckmelden? Welche Kan&auml;le sollen f&uuml;r die Kommunikation vorzugsweise genutzt werden? (E-Mails, Telefon, Gruppenchat etc.) Geben Sie Ihren Mitarbeiter/innen einen Vertrauensvorschuss, das f&ouml;rdert die Kultur der Zusammenarbeit, auch wenn die Home-Office-Pflicht wieder aufgehoben wird. Geben Sie Ihren Mitarbeiter/innen Zeit, sich in die neue Arbeitssituation einzugew&ouml;hnen (eigene Arbeitsroutinen zu schaffen), insbesondere den Mitarbeiter/innen, die ansonsten eher weniger Home-Office-Erfahrung haben. Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern/innen offen &uuml;ber Probleme und Herausforderungen der Arbeit aus dem Home-Office. Home-Office ist nicht f&uuml;r jeden Mitarbeiter eine optimale Arbeitsform. Manche Menschen sind mit dieser Art der Selbstorganisation &uuml;berfordert. Passen Sie im Zweifel Ihre Erwartungshaltung an und kommunizieren Sie diese &Auml;nderung, um Ihre Mitarbeiter/innen auch emotional zu entlasten</p> <p><a href="https://www.bewerberAktiv.de/pdf/01083.pdf">Publikation zeigen</a></p>