Job bei Richard Wolf GmbH

Feinoptiker/-in

⧉ Richard Wolf GmbH, 75438 Knittlingen, Berufsausbildung ab 2024

Info zum Arbeitgeber

Die Richard Wolf GmbH wurde im Jahre 1947 von Annemarie und Richard Wolf in Knittlingen gegründet.

Darüber hinaus kann das Haus Wolf heute auf 100 Jahre Familiengeschichte und Erfahrung im Bereich Endoskopie zurückblicken.

Der technische Fortschritt in der Feinmechanik, der Feinoptik, der Mikromechanik, heute ergänzt durch die Elektronik,

hat diesem Gebiet der Medizintechnik Möglich­keiten geboten, die bei der Gründung des Unternehmens nicht vorstellbar waren.

Die Richard Wolf GmbH ist heute ein führendes Unternehmen mit über 1.400 kompetenten Mitarbeitern.

Weltweit sieben Tochterfirmen und über 120 Vertretungen sowie das weitreichende weltweite Service- und Trainingsangebot

unterstreichen die Be­mühungen der Richard Wolf GmbH, die Kunden ausreichend zu unterstützen.

Im Bereich der Medizintechnik stellt Wolf Produkte für die endoskopische Diagnose und Therapie im Bereich der Humanmedizin

sowie ESWL und ESWT her. Außerdem haben sich die Wolf Endoskope in zahlreichen Bereichen der Technik bewährt.

Tätigkeitsinhalte

Feinoptiker/innen fertigen plan- und rundoptische Bauelemente wie Linsen oder Prismen für Fernrohre,

Mikroskope, Projektionsgeräte, medizinische Diagnosegeräte oder Astro-Objektive.

Dazu verarbeiten sie neben geschliffenem und ungeschliffenem Glas auch Materialien wie Kunststoff oder Metall.

Aus Glasblöcken fertigen sie zunächst Rohlinge, die sie schleifen und deren Oberflächen sie polieren.

Linsen zentrieren sie, d.h., sie richten diese nach der optischen Achse aus.

Im Anschluss beschichten oder ent- bzw. verspiegeln (vergüten) sie die fertig geschliffenen Linsen, Prismen oder Planglasplatten.

Daneben verbinden sie beim Feinkitten mehrere Linsen mit verschiedenen Kittverfahren zu optischen Systemen.

Trotz des Einsatzes elektronisch gesteuerter CNC-Maschinen

für einen Großteil der Arbeitsschritte ist bei einigen Arbeitsgängen nach wie vor Handarbeit gefragt.

Arbeitsbedingungen

Feinoptiker/innen fertigen Bauelemente für optische Geräte an computergesteuerten Maschinen und Anlagen,

z.B. an Polier- oder Randbearbeitungsmaschinen. Von Hand verbinden sie z.B. Linsen zu optischen Systemen.

Vor dem Maschinenlärm in den klimatisierten Werkstätten und -hallen schützen sie sich mit Gehörschutz.

Darüber hinaus tragen sie bei manchen Tätigkeiten, z.B. beim Schleifen, eine Schutzbrille

sowie Baumwollhandschuhe, da Staub oder Hautfett die Qualität der Werkstücke beeinträchtigen könnten.

Schleif-, Polier- und Lösungsmittel können Haut und Atemwege belasten.

Insbesondere in großen Unternehmen der optischen Industrie ist Schichtarbeit üblich.

Um die hohen Qualitätsanforderungen zu erfüllen, muss jeder Arbeitsschritt sehr sorgfältig und präzise ausgeführt werden,

manchmal sogar bis auf einen millionstel Millimeter genau. Bei den filigranen Arbeiten ist Geschicklichkeit unabdingbar.

Räumliches Vorstellungsvermögen braucht es, um technische Zeichnungen zu lesen und umzusetzen.

Die Wartung von Maschinen und Geräten erfordert technisches Verständnis.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer ist für jeden Ausbildungsberuf in der jeweiligen Ausbildungsordnung festgelegt (Regelausbildungszeit).

Beim genannten Ausbildungsberuf beträgt sie 3,5 Jahre.

Wer einen höheren Schulabschluss als den Hauptschulabschluss hat, kann seine Ausbildungszeit verkürzen.

Mit Fachoberschulreife, also z.B. einem Realschulabschluss ist eine Kürzung um 6 Monate möglich,

mit Fachhochschulreife und Abitur kann die Ausbildung um 12 Monate gekürzt werden.

Eine weitere Möglichkeit, die Ausbildungszeit zu verkürzen,

ist die Ausbildungszeit einer vorherigen Ausbildung anrechnen zu lassen.

Auch andere Bildungsgänge wie Einstiegsqualifizierung, Berufsfachschule oder Berufsgrundbildungsjahr

können unter bestimmten Voraussetzungen angerechnet werden.

Zudem kann die vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung beantragt werden,

wenn die Leistungen in der Berufsschule und die Leistungen im Ausbildungsbetrieb dies rechtfertigen.

Berufsausbildung in Teilzeit

Wenn eine Vollzeitberufsausbildung wegen der individuellen Lebensumstände nicht möglich ist,

kann man die Ausbildung nach Absprache auch in Teilzeit absolvieren.

Bei einer Berufsausbildung in Teilzeit ist die tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit verkürzt.

Dafür verlängert sich die Gesamtdauer der Ausbildung entsprechend.

Eine Teilzeitberufsausbildung ist grundsätzlich in allen anerkannten Berufen des dualen Ausbildungssystems möglich.

Finanzielle Unterstützung

Minderjährige Auszubildende, die während der Berufsausbildung in einem eigenen Haushalt leben wollen,

weil das tägliche Pendeln zwischen Ausbildungsort und Wohnort der Eltern nicht zumutbar wäre,

können die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) als Zuschuss zur Ausbildungsvergütung von der Agentur für Arbeit erhalten.

Volljährige Auszubildende, die verheiratet oder in einer Lebenspartnerschaft verbunden sind oder waren

oder mit mindestens einem Kind zusammenleben, können die Berufsausbildungsbeihilfe

auch dann erhalten, wenn sie in erreichbarer Nähe zum Elternhaus leben.

Gezahlt wird diese Unterstützung zum Lebensunterhalt für die Dauer der Berufsausbildung.

Sie kann jederzeit beantragt werden und muss nicht zurückgezahlt werden.

Die Höhe richtet sich nach der Art der Unterbringung, den Fahrkosten und sonstigen Aufwendungen.

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