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Berufsporträt Flechtwerkgestalter*

Berufsporträt

Kurzinfo

Ausbildungsberuf

Flechtwerkgestalter*

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Tätigkeitsinhalte

Flechtwerkgestalter/innen stellen nach vorgegebenen oder selbstgefertigten Entwürfen die unterschiedlichsten Flechtwerke her. Je nach Schwerpunkt fertigen sie Korbwaren, Flechtmöbel oder Flechtobjekte.

Sie bereiten die Flechtmaterialien auf, schneiden sie zu und biegen sie bei Bedarf. Anschließend flechten sie in Handarbeit die bearbeiteten Materialien zum gewünschten Objekt.

Mitunter behandeln sie anschließend die Oberflächen: Flechtmöbel beizen und färben sie, die Oberflächen von Flechtobjekten behandeln sie im Hinblick auf Gestaltung, Beanspruchung und Brandschutz z.B. mit Lacken, Wachsen oder Ölen. Schließlich lagern sie die Produkte fachgerecht, bereiten sie zur Auslieferung vor und verladen sie.

Arbeitsbedingungen

Flechtwerkgestalter/innen fertigen ihre Produkte überwiegend in Handarbeit. Dazu setzen sie vor allem Handwerkzeuge wie Messer und Biegegeräte ein.

Sie verwenden aber auch handgeführte Maschinen, z.B. Sägen und Bohrmaschinen. Dabei tragen sie Schutzkleidung, wie z.B. Atemschutz und Handschuhe.

In den Werkstätten kann es durch die laufenden Maschinen laut sein. Holzstaub sowie der Geruch von Beizen, Lacken, Holzschutz- und Lösungsmitteln liegt in der Luft. Gelegentlich stellen sie an Wochenenden ihre Produkte und Arbeitstechniken auf Märkten vor.

Um qualitativ hochwertige Produkte herzustellen, sind handwerkliches Geschick, eine gute Auge-Hand-Koordination und präzises Arbeiten erforderlich.

Kreativität und ein Gespür für Ästhetik sind wichtig, um dekorative Objekte nach eigenen Vorstellungen entwerfen zu können. Flechtwerkgestalter/innen beraten Kunden z.B. hinsichtlich Formgebung und Funktion ihrer Erzeugnisse.

Video

Zugang zur Ausbildung

Voraussetzung für den Zugang zu einer dualen Ausbildung ist ein Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb. Die Ausbildungsbetriebe suchen sich Auszubildende nach eigenen Kriterien (z.B. schulische Vorbildung) aus. Jugendliche unter 18 Jahren müssen eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung vorlegen.

Wichtige Schulfächer

Handwerkliches Geschick ist für angehende Flechtwerkgestalter/innen unabdingbar, um beispielsweise Körbe zu flechten oder Einzelteile der Möbel durch Nageln, Dübeln, Zapfen, Schrauben oder Verleimen miteinander zu verbinden. Vertiefte Kenntnisse im Bereich Technik/Werken sind deshalb von Vorteil.

Mathematik ist wichtig, um Längen-, Flächen- und Körperberechnungen durchführen zu können. Zum Entwerfen von Körben oder Kleinmöbeln unter ästhetischen Gesichtspunkten sind Kenntnisse im Fach Kunst nützlich.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Nicht tarifgebundene Betriebe müssen eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren.

Eine Übersicht der tariflichen Ausbildungsvergütungen für nahezu alle quantitativ bedeutenden Ausbildungsberufe bietet die Datenbank Ausbildungsvergütungen.

Perspektiven

Eine gute Startposition können sich angehende Flechtwerkgestalter/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation ''Europaassistent/in''.

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Flechtwerkgestalter/innen in handwerklichen Korbmöbelflechtereien, in Reparaturwerkstätten für Korbwaren oder Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Holzbe- und -verarbeitung bis hin zu Möbelbau.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Korb- und Flechtwerkgestaltermeister/in abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Holztechnik erwerben.

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Betrieb im Korb- und Flechtwerkgestalter-Handwerk bzw. mit einem auf den jeweiligen Schwerpunkt spezialisierten Betrieb (z.B. für Flechtmöbelbau).

Ausführliche Informationen

Berufsinfo der Datenbank BERUFENET

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