Berufsporträt

Kurzinfo

Ausbildungsberuf

Produktionsfachkraft Chemie*

Ausbildungsdauer

2 Jahre

Tätigkeitsinhalte

Produktionsfachkräfte Chemie bereiten nach Rezepturen Mischungen z.B. für Düngemittel, Mineralölprodukte oder Farben zu.

Sie stellen die Apparaturen für den Produktionsprozess ein, bedienen die größtenteils automatisierten Anlagen und beobachten gleichzeitig die Messinstrumente, um Abweichungen von den vorgegebenen Sollwerten erkennen und ggf. eingreifen zu können.

Der laufenden Produktion entnehmen sie Proben und führen Laborprüfungen durch. Ferner wirken sie bei der Verpackung und Lagerung der Endprodukte mit und warten die Anlagen.

Arbeitsbedingungen

Produktionsfachkräfte Chemie kontrollieren den Produktionsprozess von Leitständen und Betriebswarten aus. Wartungs- und Umrüstungsarbeiten an den teil- oder vollautomatisierten Produktionsanlagen erledigen sie von Hand mithilfe von Werkzeugen.

Bei ihrer Arbeit tragen sie Arbeits- und z.T. Schutzkleidung, z.B. Schutzanzug, Schutzbrille oder Einweghandschuhe. In den Produktionshallen sind sie Maschinenlärm, chemischen Dämpfen und Gerüchen ausgesetzt.

Sie gehen mit zum Teil gefährlichen Chemikalien um. Die Probenanalyse führen sie im Labor bei künstlicher Beleuchtung durch. Da die Produktionsanlagen teilweise rund um die Uhr gefahren werden, arbeiten Produktionsfachkräfte Chemie häufig in Wechselschicht, auch nachts und an Wochenenden.

Sorgfalt ist beim Einhalten der Vorgaben für die Herstellung von chemischen Erzeugnissen wichtig. Die Entnahme von Proben während der Produktion erfordert eine gute Auge-Hand-Koordination.

Treten an den Anlagen plötzlich Störungen auf, sind Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit gefragt. Beim Umgang mit den hochwertigen und komplexen Produktionsanlagen arbeiten Produktionsfachkräfte Chemie verantwortungsbewusst, um z.B. folgenreiche Betriebsstörungen zu vermeiden.

Für Wartungsarbeiten an den produktionstechnischen Anlagen benötigen Produktionsfachkräfte Chemie technischen Sachverstand.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Wichtige Schulfächer

Produktionsfachkräfte Chemie stellen Stoffgemische her und können anhand der Stoffeigenschaften geeignete Trennverfahren auswählen. Wer über chemische Kenntnisse verfügt, ist im Vorteil.

Um Messdaten wie Druck und Temperatur sicher kontrollieren und beurteilen zu können, sind Kenntnisse der physikalischen Gesetze hilfreich.

Mathematische Berechnungen sind nötig, um z.B. das spezifische Gewicht und die Mischungsverhältnisse von Stoffen zu ermitteln. Wer über Kenntnisse im technischen Werken verfügt, kann Produktionsanlagen leichter warten und instand halten.

Perspektiven

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Produktionsfachkräfte Chemie in der chemischen Industrie und in verwandten Industriezweigen.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Chemie bis hin zu Produktionstechnik.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Chemie abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Chemieingenieurwesen erwerben.

Ausführliche Informationen



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