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Duale Studiengänge in Unternehmen*

Publikation

Kurzinfo

Titel der Publikation

Duale Studiengänge in Unternehmen

Quelle

Hans-Böckler-Stiftung

Kurzbeschreibung

Kennzeichen dualer Studiengänge ist eine Ausbildung an zwei oder unter Nutzung von zwei Lernorten...

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Textauszug

Merkmale und Verbreitung dualer Studiengänge. Kennzeichen dualer Studiengänge ist eine Ausbildung an zwei oder unter Nutzung von zwei Lernorten: eine Hochschule (Fachhochschule, Universität) und ein Wirtschaftsbetrieb oder eine Verwaltung. Es lassen sich je nach Abgrenzung drei oder vier Typen solcher Studiengänge unterscheiden: 1. Ausbildungsintegrierende duale Studiengänge verknüpfen die Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach Berufsbildungsgesetz mit einem Vollzeitstudium. Dabei kommt meist noch die Berufsschule als dritter Lernort hinzu. 2. Praxisintegrierende duale Studiengänge bzw. kooperative Studiengänge verbinden das Studium an Berufsakademien und Hochschulen mit längeren Praxisphasen im Unternehmen. Dabei wird nicht unbedingt ein berufsbildender Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf angestrebt. Diese beiden Typen sind Angebote für die berufliche Erstausbildung von jungen Leuten mit Hochschulzugangsberechtigung (Abitur). Von der Idee her sind hier die verschiedenen Lernorte konzeptionell miteinander verbunden. 3. Berufsintegrierende duale Studiengänge kombinieren die berufliche Praxis als Teilzeit-Tätigkeit von Berufstätigen mit einem Studium. Dieser Typ ist ein Angebot der beruflichen Weiterbildung von bereits Berufstätigen nach einer Erstausbildung. Auch hier steht im Grundsatz eine wie auch immer geartete Verzahnung von Studium und Praxis. 4. Fließend ist der Übergang zu einem Studium, das Beschäftigte neben ihrer betrieblichen Voll- oder Teilzeittätigkeit absolvieren. Sie werden manchmal als ''berufsbegleitende duale Studiengänge'' bezeichnet, obwohl es tatsächlich keine unmittelbare Einbeziehung der betrieblichen Praxis in die Ausbildung gibt. Duale Studiengänge haben in den letzten Jahren einen erheblichen Aufschwung genommen. Ein Vergleich der Jahre 2008 und 2010 zeigt eine Zunahme der Studiengänge um ca. 13%, der Studierenden um ca. 15% und der beteiligten Unternehmen um ca. 16%. Modelle dualer Studiengänge Die weitaus überwiegende Zahl der Studiengänge (ca. 730) ist ausbildungs- oder praxisintegrierend und somit Angebot der beruflichen Erstausbildung. Die meisten Angebote sind an Fachhochschulen verankert (über 50%), es folgen ''sonstige'' Hochschulen und Berufsakademien (ein Viertel bzw. ein Fünftel) und Universitäten mit vier Prozent der Angebote. Über die Zahl der neben der Ausbildung oder Arbeit individuell, ohne Beteiligung des Betriebes, Studierenden (Typ 4) ist nichts bekannt. Die meisten dualen Studiengängen gehören zu den Wirtschaftswissenschaften (319 Studienangebote) mit mehr als der Hälfte der Studierenden, gefolgt von Technik- und Ingenieurswissenschaften (280 Angebote), der Informatik (113) und mit weitem Abstand dem Wirtschaftsingenieur- und dem Sozialwesen. Die beteiligten Unternehmen gehören einem breiten Spektrum im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor an: Metall- und Elektroindustrie, Chemische Industrie, Anlagen- und Fahrzeugbau, Banken und Versicherungen, Einzelhandel und Informationstechnologie. In der regionalen Verteilung gibt es die meisten Angebote mit 214 in Baden-Württemberg (aus der Tradition der Berufsakademien heraus), Nordrhein-Westfalen (156) und mit Abstand Hessen (68) und Bayern (67). Geht man von den oben genannten Zahlen der Studiengänge aus, dann ist allerdings noch nicht einmal die Hälfte von ihnen von den unabhängigen Akkreditierungsagenturen begutachtet und mit einem Qualitätssiegel ausgestattet: Die Zahlen des deutschen Akkreditierungsrates nennen für 2010 insgesamt 296 akkreditierte duale Studiengänge an Fachhochschulen, Berufsakademien und Verwaltungshochschulen.3 ''Dualer Studiengang'' ist als Begriff offenbar nicht geschützt. Die genannten Zahlen dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass duale Studiengänge nur einen sehr kleinen Raum in der deutschen Hochschullandschaft einnehmen: Der Anteil der dual Studierenden macht etwas über zwei Prozent der Gesamtzahl der Studenten und knapp drei Prozent aller Auszubildenden im dualen System aus...

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