<h1>Regelungen f&uuml;r Betriebspraktika</h1> <h2>Die wichtigsten gesetzlichen und versicherungsrechtlichen Regelungen f&uuml;r Betriebspraktika im &Uuml;berblick... Quelle IHK</h2> <p>Die wichtigsten gesetzlichen und versicherungsrechtlichen Regelungen f&uuml;r Betriebspraktika im &Uuml;berblick 1. Jugendarbeitsschutzgesetz Im Wesentlichen sind nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz sowohl f&uuml;r das Sch&uuml;lerbetriebspraktikum als auch f&uuml;r das Ferienpraktikum folgende Punkte zu beachten: Art der T&auml;tigkeit H&ouml;chstzul&auml;ssige t&auml;gliche Arbeitszeit H&ouml;chstzul&auml;ssige w&ouml;chentliche Arbeitszeit Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler der Sekundarstufe I d&uuml;rfen nur mit leichten und f&uuml;r sie geeigneten T&auml;tigkeiten besch&auml;ftigt werden. Sch&uuml;lerbetriebspraktikum Die Arbeit am Samstag oder Sonntag ist nur in einigen Branchen m&ouml;glich, &sect;&sect; 16, 17 JArbSchG. Ruhepausen m&uuml;ssen im voraus feststehen, Zul&auml;ssige Schichtzeit T&auml;gliche Freizeit Nachtruhe Besch&auml;ftigungsdauer pro Woche Ruhetage Die wichtigsten gesetzlichen und versicherungsrechtlichen Regelungen f&uuml;r Betriebspraktika im &Uuml;berblick Verbotene Arbeiten Unterweisung Aufsicht Pers&ouml;nliche Schutzausr&uuml;stung Datenschutz Arbeiten, die die physische oder psychische Leistungsf&auml;higkeit von Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern &uuml;bersteigen sind verboten, z.B. Heben, Tragen und Bewegen schwerer Lasten, Arbeiten, bei denen dauerndes Stehen erforderlich ist, Arbeiten mit erzwungener K&ouml;rperhaltung, Arbeiten mit einem hohen Ma&szlig; an Verantwortung. Arbeiten, bei denen Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler sch&auml;dlichen Einwirkungen beim absichtlichen Umgang mit den besonders gef&auml;hrlichen biologischen Arbeitsstoffen der Gruppen 3 und 4 im Sinne der Bio-Stoff-Verordnung ausgesetzt sind, sind verboten. Vor Beginn der Besch&auml;ftigung ist eine Unterweisung erforderlich &uuml;ber Unfall- und Gesundheitsgefahren, denen Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler bei der Besch&auml;ftigung ausgesetzt sind sowie &uuml;ber die Einrichtungen und Ma&szlig;nahmen zur Abwendung dieser Gefahren. Bei Betrieben, die unter die Bio-Stoff-Verordnung fallen (z.B. Installationsbetriebe, Forst- und Landwirtschaft, G&auml;rtnereien) muss die Unterweisung schriftlich fixiert und von den Praktikantinnen und Praktikanten unterschrieben werden. Eine ausreichende Aufsicht durch fachkundige erwachsene Personen ist sicherzustellen. Soweit Besch&auml;ftigten aufgrund der geltenden Unfallverh&uuml;tungsvorschriften f&uuml;r bestimmte T&auml;tigkeiten pers&ouml;nliche Schutzausr&uuml;stungen (z.B. Kopf-, Augen-, Geh&ouml;rschutz, Sicherheitsschuhe) zur Verf&uuml;gung gestellt werden m&uuml;ssen, d&uuml;rfen Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler mit solchen Arbeiten nur besch&auml;ftigt werden, wenn sie die vorgeschriebenen Schutzausr&uuml;stungen benutzen. Wenn Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler w&auml;hrend des Praktikums Zugang zu Daten haben, die unter das Datenschutzgesetz fallen, sind sie auf die Schweigepflicht hinzuweisen und dazu schriftlich zu verpflichten. F&uuml;r Sch&uuml;lerbetriebspraktika bestehen abh&auml;ngig von der Betriebsart Ausnahmen hinsichtlich der Regelungen f&uuml;r die zul&auml;ssige Schichtzeit, die Nachtruhe sowie die Ruhetage. Weitere Informationen erhalten Sie bei dem zust&auml;ndigen Staatlichen Amt f&uuml;r Arbeitsschutz. 2. Sozialversicherung Sch&uuml;lerbetriebspraktikum Ferienpraktikum Sofern kein Arbeitsentgelt gezahlt wird, sind keine Beitr&auml;ge f&uuml;r die Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung zu entrichten. Da ein Praktikum von vollzeitschulpflichtigen Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern auf maxiEs sind keine Beitr&auml;ge f&uuml;r die Kranken-, mal 4 Wochen bzw. 20 Arbeitstage innerArbeitslosen-, Renten- und Pflegeversiche- halb eines Jahres befristet ist, besteht Verrung zu entrichten, weil das Praktikum von sicherungsfreiheit. Diese besteht sogar der Schule vorgeschrieben ist. dann, wenn ein Arbeitsentgelt gezahlt wird. Ist der Praktikant &uuml;ber 18 Jahre alt und &uuml;berschreitet die Besch&auml;ftigungsdauer 2 Monate im Zusammenhang oder 50 Arbeitstage f&uuml;r ein Jahr, so ist er sozialversicherungspflichtig, wenn er ein Entgelt f&uuml;r das Praktikum erh&auml;lt. Im Einzelfall ist es immer ratsam, Ihre zust&auml;ndige Krankenkasse zum Thema Sozialversicherung anzusprechen. 3. Unfallversicherung Sch&uuml;lerbetriebspraktikum Ferienpraktikum Der Sch&uuml;ler/die Sch&uuml;lerin wird gem&auml;&szlig; &sect; 2 Abs. 2 SGB VII arbeitnehmer&auml;hnlich f&uuml;r den Betrieb t&auml;tig und ist ebenfalls gesetzlich unfallversichert. Versicherungsrechtlich ist unerheblich, ob ein Entgelt gezahlt wird oder nicht. Zust&auml;nDa es sich um eine Schulveranstaltung dig ist bei Eintritt des Versicherungsfalles handelt, unterliegen Sch&uuml;lerbetriebsprakdie jeweilige Fachberufsgenossenschaft tika der gesetzlichen Unfallversicherung. des Betriebes. Die Sch&uuml;lerbetriebspraktikanten und Da Praktikanten und Praktikantinnen kraft -praktikantinnen sind auf dem Hin- und Gesetzes versichert sind, bedarf es keines R&uuml;ckweg sowie w&auml;hrend ihrer T&auml;tigkeit als Antrages bzw. keiner Meldung an den gePraktikant/innen unfallversichert. setzlichen Unfallversicherungstr&auml;ger vor Aufnahme eines Praktikums. Im Schadensfall hat der Betrieb diesen an den gesetzlichen Unfallversicherungstr&auml;ger (Berufsgenossenschaft) unverz&uuml;glich zu melden. 4. Haftpflichtversicherung Sch&uuml;lerbetriebspraktikum Ferienpraktikum Es besteht keine gesetzliche Haftpflichtversicherung. Verm&ouml;gens- und Sachsch&auml;den, Der Schultr&auml;ger muss f&uuml;r die Dauer des die durch Praktikanten verursacht werden, Sch&uuml;lerbetriebspraktikums eine Haftpflichtwerden je nach Lage des Einzelfalls von versicherung abschlie&szlig;en und die daf&uuml;r der Haftpflichtversicherung des Betriebes entstehenden Kosten &uuml;bernehmen. oder des Praktikanten bzw. der Eltern &uuml;bernommen. 5. Auflagen des Gesundheitsamtes Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler, die im Rahmen des Praktikums mit Lebensmitteln umgehen, ben&ouml;tigen gem&auml;&szlig; &sect; 43 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz vom 20.07.2000 eine Belehrung durch das Gesundheitsamt. Die Bescheinigung der Belehrung wird vom Gesundheitsamt ausgestellt und ist dem Praktikumsbetrieb vor Beginn des Praktikums zu &uuml;bergeben. An der Belehrung darf maximal drei Monate vor Aufnahme des Praktikums teilgenommen worden sein, die Bescheinigung gilt ein Jahr lang. Informationen &uuml;ber die Termine der Belehrung erhalten Interessierte bei den Gesundheits&auml;mtern des entsprechenden Wohnorts. 6. Abgrenzung des Ferienpraktikums zur Ferienarbeit Ziel der Ferienarbeit ist in erster Linie das Geld verdienen. Zahlreiche Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler nutzen in den Ferien die M&ouml;glichkeit, durch eine Ferienarbeit ihr Taschengeld aufzubessern. Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler, die 15 Jahre alt sind, d&uuml;rfen in den Schulferien h&ouml;chstens 4 Wochen (20 Tage) im Jahr arbeiten. Diese 4 Wochen k&ouml;nnen auch &uuml;ber das Jahr verteilt werden. Auch hier sind die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes anzuwenden. F&uuml;r Jugendliche, die noch der 10-j&auml;hrigen Vollzeitschulpflicht unterliegen, gelten ebenfalls die Vorschriften f&uuml;r Kinder. Als Kind gelten jene, die noch nicht 15 Jahre alt sind. Eine Besch&auml;ftigung von Kindern ist in der gewerblichen Wirtschaft, in der Produktion, im Handel oder im Dienstleistungsgewerbe grunds&auml;tzlich nicht zugelassen. Es gibt nur wenige Ausnahmen, wie beispielsweise das Austragen von Zeitungen oder die Betreuung von Personen und Tieren. Versicherungstechnisch werden Ferienarbeitsverh&auml;ltnisse wie regul&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse behandelt. Bei Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an ihren zust&auml;ndigen Sozialversicherungspartner</p> <p><a href="https://www.bewerberAktiv.de/pdf/23012.pdf">Publikation zeigen</a></p>