<h1>Nutzen von Praktika</h1> <h2>Praktikum ist nicht gleich Praktikum. Praktika sind Bestandteil der Schnittstelle zwischen Bildung und Beruf... Quelle BMAS, BMBF, BDA u.s.w.</h2> <p>Ein Praktikum in der Schulzeit, im Rahmen eines Studiums oder auch vor Aufnahme einer beruflichen T&auml;tigkeit ist ein wesentliches Instrument f&uuml;r die Berufsfindung und Berufsbildung in Deutschland. In Praktika sollen junge Menschen berufsorientierende und berufsqualifizierende Erfahrungen sammeln, die im betrieblichen oder administrativen Zusammenhang die theoretische Ausbildung wirklichkeitsnah erg&auml;nzen, und sie sollen sich in Berufen, Branchen und Unternehmen besser und zukunftsgerichtet orientieren k&ouml;nnen. H&auml;ufig schafft ein Praktikum eine nachhaltige Verbindung zu dem Praktikumsbetrieb bzw. der Praktikumseinrichtung als potentieller Arbeitgeber. Praktika dienen somit auch der effizienten Gewinnung leistungsf&auml;higen Nachwuchses. F&uuml;r ein sinnvolles Praktikum investieren beide Seiten Engagement, Ressourcen und Zeit - und beide Seiten profitieren davon nachhaltig. Praktikum ist nicht gleich Praktikum. Praktika sind Bestandteil der Schnittstelle zwischen Bildung und Beruf, sie kommen in verschiedenen Ausbildungsstadien und Formen vor und unter diversen Etiketten und Namen. Daher besteht gar nicht selten Unsicherheit &uuml;ber die Rahmenbedingungen und konkreten vertraglichen Wirkungen, &uuml;ber die jeweils durchaus unterschiedlichen Rechte und Pflichten sowohl der Praktikant/inn/en als auch der Anbieter der Praktika. Hinzu kommt eine teilweise &auml;u&szlig;erliche &Auml;hnlichkeit des Praktikums mit normalen Arbeitsverh&auml;ltnissen, die nach der Zielrichtung guter Praktika auch nie ganz zu vermeiden ist: Beim Praktikum steht der berufsqualifizierende und berufsorientierende Anteil im Vordergrund, das Praktikum ist ein Lernverh&auml;ltnis besonderer und flexibler Art. Praktika entfalten oft ihren eigentlichen Wert erst in einer zunehmenden Integration des Praktikanten oder der Praktikantin in betriebliche oder administrative Arbeitsabl&auml;ufe und somit in die allt&auml;gliche Praxis. Sie umfassen auch T&auml;tigkeiten, die in Betrieb oder Verwaltung wirtschaftlich verwendungsf&auml;hig sein und einen eigenen Wert haben k&ouml;nnen. Zudem trifft man die in Praktika vertretenen Personengruppen s&auml;mtlich auch in regul&auml;ren Arbeitsverh&auml;ltnissen an, etwa Sch&uuml;ler/innen in Ferienjobs oder Studierende als Werkstudenten oder bei einem Zuverdienst neben dem Studium oder Berufsanf&auml;nger nach der Pr&uuml;fung in einem befristeten oder in einem Probearbeitsverh&auml;ltnis. So kann manches Missverst&auml;ndnis entstehen. Dieser Leitfaden richtet sich an die jungen Menschen mit Interesse an qualifizierten Praxiserfahrungen und an die Unternehmen und Einrichtungen, die genau diese vermitteln wollen, vielleicht aber bisher noch nicht intensiv engagiert sind. Dieser Leitfaden legt Wert auf die begriffliche und rechtliche Unterscheidung der verschiedenen Arten von Praktika. So ist zur besseren Transparenz der vertraglichen Vereinbarungen, damit auch zur Verl&auml;sslichkeit f&uuml;r beide Seiten die schriftliche Fixierung in einem Praktikumsvertrag hilfreich. Unverbindliche Muster, die gerade den eher selten mit Praktika befassten kleineren Betrieben als Empfehlung und Unterst&uuml;tzung dienen sollen, sind als Anhang beigef&uuml;gt. Diese Muster k&ouml;nnen und sollen je nach Bedarf im Einzelfall angepasst werden, s. Anhang 2 und 3. Auf einige h&auml;ufig gestellte Fragen (FAQ) geht der Leitfaden f&uuml;r einen schnellen &Uuml;berblick nochmals gesondert ein, etwa auf die Differenzierung Praktikum / Arbeitsverh&auml;ltnis, auf Verg&uuml;tung, auf Arbeitszeiten, auf Versicherungsfragen, auf die Einordnung von Praktika nach Betriebsverfassungsrecht und auf die Form von Praktikumsvertr&auml;gen, Praktika: Zweck und Ziel, &uuml;bergreifende Regeln. Zweck und Ziel. Pflichtpraktika und freiwillige Praktika. &Uuml;bergreifende Regeln: Arbeitsschutz und Arbeitszeiten. Pflichtpraktika. Pflichtpraktika in der Schule. Pflichtpraktika von Berufsfachsch&uuml;lern und Berufsfachsch&uuml;lerinnen in vollzeitschulischer Berufsausbildung. Pflichtpraktika im Studium. Rechte und Pflichten bei Pflichtpraktika. Freiwillige Praktika. Praktika von Sch&uuml;lern und Sch&uuml;lerinnen. Praktika von Studierenden. Praktika nach Abschluss eines Hochschul-, Fachhochschul- oder Fachschulstudiums, Volontariate. Rechte und Pflichten von Praktikanten und Praktikantinnen im freiwilligen Praktikum. Anhang 2: Vertragsmuster Pflichtpraktikum. Anhang 3: Vertragsmuster freiwilliges Praktikum. Praktika sollen jungen Menschen - insbesondere Sch&uuml;ler und Sch&uuml;lerinnen, Studierenden und Absolventen einer Ausbildung - praktische Kenntnisse und Erfahrungen sowie die damit verbundenen Anwendungskompetenzen vermitteln, und zwar dort, wo die Arbeit anf&auml;llt, wo reale Ergebnisse sichtbar werden und in betrieblicher oder beh&ouml;rdlicher Zusammenarbeit entstehen. Praktika haben Qualifizierungsund Orientierungsfunktion: Passe ich in eine bestimmte Branche oder gar zu einem konkreten Team? Ist Produktion, Administration oder vielleicht Forschung &#039;&#039;mein Ding&#039;&#039;? Zu einem Praktikum geh&ouml;ren grunds&auml;tzlich eine pers&ouml;nliche Betreuung und Anleitung und ein grunds&auml;tzlich festgelegter Praktikumsablauf, etwa in Gestalt eines gef&uuml;hrten Weges durch verschiedene Funktionen, Arbeitsbereiche und Prozessschritte, je nach Struktur des jeweiligen Anbieters des Praktikums. Von Praktika abzugrenzen sind etwa die mehrj&auml;hrigen Berufsausbildungsverh&auml;ltnisse, die mit einer Kammerpr&uuml;fung zu einem anerkannten Ausbildungsberuf hinf&uuml;hren, also die &#039;&#039;Lehre&#039;&#039; im klassischen Sinn - m&ouml;gen auch einige Vorschriften der Berufsausbildung entsprechend f&uuml;r das Praktikum gelten. Ebenso von Praktika zu unterscheiden sind die Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse von Sch&uuml;ler/inne/n, Studierenden oder Absolventen eines Studiums, bei denen die Arbeitsleistung und nicht die weitere Qualifikation im Vordergrund steht - diese richten sich vollst&auml;ndig nach dem allgemeinen Arbeitsrecht einschlie&szlig;lich des jeweiligen Tarifrechts. Hinweis: Dabei wird nicht nach der Bezeichnung oder vertraglichen Umschreibung, sondern nach dem tats&auml;chlichen Gewicht der zum Betriebsergebnis beitragenden Arbeitsleistung unterschieden. Pflichtpraktika und freiwillige Praktika Nach den Rechtswirkungen sind zwei Formen von Praktika genau zu unterscheiden -Pflichtpraktika und freiwillige Praktika. Es ergeben sich dabei durchaus unterschiedliche Rechte und Pflichten f&uuml;r die Praktikant/inn/en und die Anbieter der Praktika. Pflichtpraktika sind durch Schul- oder Hochschulrecht, z.B. in Landesschulgesetzen oder in der jeweiligen Ausbildungs- oder Studienordnung zur Erg&auml;nzung der theoretischen Ausbildung vorgeschrieben. Das Praktikum ist zumeist vollst&auml;ndig in den Ausbildungsgang integriert, etwa als Praxissemester oder als Vorpraktikum vor dem eigentlichen Studienbeginn oder auch w&auml;hrend der Semesterferien. Freiwillige Praktika werden meist in den Schul- oder Semesterferien, aber auch vor, w&auml;hrend oder nach Abschluss eines Studiums absolviert, in der Regel, um beispielsweise vor, neben oder nach der Ausbildung bereits vorhandene theoretische Kenntnisse um praktische Kompetenzen zu erweitern. Freiwillige Praktika erg&auml;nzen h&auml;ufig auch ein bereits absolviertes Pflichtpraktikum oder sie treten - seltener - an die Stelle eines in der Studienordnung nicht vorgesehenen Praktikums. Wegen der unterschiedlichen Rechtswirkungen ist es aber wichtig, die Fallgestaltungen sorgf&auml;ltig zu unterscheiden</p> <p><a href="https://www.bewerberAktiv.de/pdf/50511.pdf">Publikation zeigen</a></p>