Gärtner (Garten- und Landschaftsbau)*

Gärtner* der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau gestalten

z.B. Gärten und Parkanlagen durch fachgerechtes Anpflanzen von Rasen, Bäumen, Büschen, Stauden und Blumen.

Sie legen Außenanlagen aller Art an, von Hausgärten, Terrassen und Parks über Spiel- und Sportplätze

bis hin zu Verkehrsinseln, und nehmen Begrünungen an Verkehrswegen und in Fußgängerzonen vor.

Auch die Wege und Plätze der jeweiligen Anlagen pflastern sie, bauen Treppen, Trockenmauern, Zäune und Lärmschutzwände.

Außerdem begrünen sie Dächer oder Fassaden.

Zum Umwelt- und Naturschutz tragen sie bei, indem sie Mülldeponien oder Kiesgruben rekultivieren.

Arbeitsbedingungen, Arbeitssituation

Gärtner* der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau erledigen viele Pflanz- und Gartenbauarbeiten mit Handwerkzeugen,

bedienen jedoch auch Maschinen und Fahrzeuge, beispielweise Erdbewegungsmaschinen.

Sie tragen wetterfeste Kleidung, Handschuhe sowie bei Bedarf Schutzbrillen, Gehörschutz und Atemschutz.

Überwiegend sind sie im Freien tätig, wo sie der Witterung und Pollenstäuben ausgesetzt sind.

Baumaschinen und Motorsägen erzeugen Lärm.

Beim Düngen und beim chemischen Pflanzenschutz kommen sie mit Dämpfen und Gerüchen in Kontakt.

Die Arbeit kann körperlich anstrengend sein, besonders wenn schwere Säcke mit Erde

oder Dünger gehoben oder Zwangshaltungen eingenommen werden müssen.

Häufig wechselnde Arbeitsaufgaben und Arbeitsorte erfordern Flexibilität, Pflanzarbeiten geschickte Hände.

Für das sichere Führen von Maschinen braucht es Umsicht,

räumliches Sehvermögen und eine gute Koordination von Auge und Hand.

Pflanzenschutzmittel und Düngemittel setzen Gärtner*

der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau verantwortungsbewusst ein.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer ist für jeden Ausbildungsberuf in der jeweiligen Ausbildungsordnung festgelegt (Regelausbildungszeit).

Beim Ausbildungsberuf ''Gärtner (Garten- und Landschaftsbau)*'' beträgt sie 3 Jahre.

Wer einen höheren Schulabschluss als den Hauptschulabschluss hat, kann seine Ausbildungszeit verkürzen.

Mit Fachoberschulreife, also z.B. einem Realschulabschluss ist eine Kürzung um 6 Monate möglich,

mit Fachhochschulreife und Abitur kann die Ausbildung um 12 Monate gekürzt werden.

Eine weitere Möglichkeit, die Ausbildungszeit zu verkürzen,

ist die Ausbildungszeit einer vorherigen Ausbildung anrechnen zu lassen.

Auch andere Bildungsgänge wie Einstiegsqualifizierung, Berufsfachschule oder Berufsgrundbildungsjahr

können unter bestimmten Voraussetzungen angerechnet werden.

Zudem kann die vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung beantragt werden,

wenn die Leistungen in der Berufsschule und die Leistungen im Ausbildungsbetrieb dies rechtfertigen.

Berufsporträt Gärtner (Garten- und Landschaftsbau)*

Gewünschte schulische Vorkenntnisse

Ob es um die Beurteilung der Pflanzenqualität oder der Böden geht, mit Kenntnissen in Biologie

sind angehende Gärtner* der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau im Vorteil.

Wissen in Chemie kann z.B. bei der Auswahl von Düngemitteln und Düngeverfahren nützlich sein.

Um Flächenaufteilungen, Vermessungen oder Gefälle zu berechnen,

sind Kenntnisse der Grundrechenarten und im Prozentrechnen dienlich.

Für das Bearbeiten von Böden oder das Herstellen von Zäunen in Außenanlagen

können handwerkliche und technische Kenntnisse in der Ausbildung ein Plus sein.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen.

Nicht tarifgebundene Betriebe müssen eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren.

Eine Übersicht der tariflichen Ausbildungsvergütungen

für nahezu alle quantitativ bedeutenden Ausbildungsberufe bietet die Datenbank Ausbildungsvergütungen.

Perspektiven nach der Ausbildung

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Gärtner* der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau

in Fachbetrieben des Gartenbaus, Landschaftsbaus und Sportplatzbaus.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern.

Das Themenspektrum reicht dabei von Gartenbau bis hin zu Pflanzenschutz.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen.

Naheliegend ist es, die Prüfung als Gärtnermeister* der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren

und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Gartenbau, Landschaftsbau erwerben.

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem eigenen Betrieb des Garten- und Landschaftsbaus

oder durch Übernahme eines Betriebes für gärtnerische Dienstleistungen.

Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf

Ausführliche Informationen zum Ausbildungsberuf finden Sie in der Berufsinfo der Datenbank BERUFENET.

Der Ausbildungsberuf ist im Berufsfeld Landwirtschaft, Natur, Umwelt einsortiert.

Andere Fachrichtungen

Gärtner (Baumschule)*

Gärtner (Friedhofsgärtnerei)*

Gärtner (Gemüsebau)*

Gärtner (Obstbau)*

Gärtner (Staudengärtnerei)*

Gärtner (Zierpflanzenbau)*

Freie Ausbildungsplätze

Aktuelle Ausbildungsplatzangebote finden Sie in den Jobbörsen der Unternehmen,

die sich Ihnen mit einem Firmenprofil präsentieren und/oder im entsprechenden Portalbereich bei Jobadu.de.

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